17.01.2021 17:44 |

So einfach geht‘s

Corona-Impfung in Wien: Schon 120.000 Vormerkungen

Die Vormerkplattform (impfservice.wien) für all jene Wienerinnen und Wiener, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, ist bereits in Betrieb gegangen. Am Samstag erfolgte der „Soft Start“, wie ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Sonntag sagte. Das Interesse war am Wochenende sehr groß: Bis Sonntagnachmittag (Stand: 15 Uhr) haben bereits 120.000 Wienerinnen und Wiener ihre Daten hinterlassen. Der offizielle Kick-off war eigentlich erst für Montag, 10 Uhr, angesetzt.

Der „Soft Start“ erfolgte, „um einen Zusammenbruch unserer Server am Montag zu vermeiden“, erklärte der Stadtrats-Sprecher den Schritt. Damit ist eine Anmeldung für Interessierte bereits ab sofort möglich. Am Sonntagvormittag war die Website allerdings bereits vorübergehend nicht mehr erreichbar. Eine Vormerkung ist übrigens nicht nur online möglich, sondern auch unter der Telefonnummer 1450.

Eine konkrete Terminvereinbarung für eine Impfung bedeutet die Vormerkung allerdings noch nicht. Personen, die sich angemeldet haben, erhalten erst zu einem späteren Zeitpunkt Terminvorschläge.

Reihung nach Priorität
Solange der Impfstoff noch knapp ist, ist eine Reihung nach Priorität - zum Beispiel Alter oder Corona-Risiko wegen Vorerkrankungen - bei den Terminen notwendig, wurde betont: „Wir haben in Wien kein First-Come-First-Serve-Prinzip.“ In Wien ist die Impfkampagne in Phasen unterteilt, wobei im Gesundheitsbereich bzw. in Spitälern und Alteneinrichtungen Vakzine bereits verabreicht werden. Zur Hochrisikogruppe gehören auch Menschen über 80 Jahre. Sie können ab Mitte Februar mit einer Impfung rechnen.

So können Sie sich für die Impfung online auf impfservice.wien vormerken:

In der zweiten Phase sind etwa Personen ab 70 Jahren, Beschäftigte in Obdachloseneinrichtungen, Polizisten, Apothekenpersonal oder Angehörige von Schwangeren an der Reihe. Für Betriebe der kritischen Infrastruktur oder auch Bildungspersonal sowie Menschen, die älter sind als 60 Jahre, sind Dosen in der dritte Phase reserviert. Die restliche Bevölkerung folgt - wohl erst im zweiten Quartal - in der Phase Nummer vier.

Trägt man sich in Wien also ins Vormerksystem ein, äußert man damit die prinzipielle Bereitschaft, sich immunisieren zu lassen. Man erhält erst in weiterer Folge Terminvorschläge. Die wiederum hängen von den Daten ab, die man bei der Registrierung kundgetan hat und die mittels Fragebogen erhoben werden - also etwa vom Alter. Die Angaben bestimmen, in welche Phase man fällt.

Warteliste um Verschwendung von Impfstoff zu vermeiden
Zusätzlich gibt es auf der Vormerk-Plattform die Funktion „Warteliste“: „Wir haben hier auch einen Wunsch vieler Wienerinnen und Wiener erfüllt. Sollte es bei einigen Impfungen vorkommen, dass Impfstoff übrig bleibt, dann kann man sich in eine Warteliste eintragen lassen. Sollte irgendwo Impfstoff übrig bleiben, dann werden sie kontaktiert und diese müssen dann innerhalb von zwei Stunden dort auftauchen, damit kein Impfstoff weggeworfen, sondern auch sicher verimpft wird“, erklärte der Sprecher.

Seit Freitagfrüh läuft in Wien außerdem die erste große Covid-Impfaktion für Personen aus dem Medizin- und Gesundheitsbereich. Dort erhielten an den ersten zwei Tagen insgesamt 5416 Personen ihre erste Dosis. Die Aktion läuft noch bis Montag. Bis dahin werden 11.000 Menschen geimpft. Insgesamt sind in Wien bis inklusive des gestrigen Samstags genau 18.981 Personen geimpft worden. Gemeint ist hier die Zahl jener Personen, die den sogenannten Erststich erhalten hat. Mit dem Zweitstich - es sind zwei Dosen des Coronavirus-Impfstoffs notwendig - werde laut Plan kommende Woche begonnen.

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