26.12.2020 15:06 |

Skisaison angelaufen

Viel los am Semmering, im Westen überschaubarer

Nach einem Ski- und Rodel-Sturm auf den Semmering am Christtag - der enorme Andrang hatte daraufhin weitere Sicherheitsvorkehrungen zur Folge -, hat auch der sonnige Stefanitag für einen regen Andrang auf das Skigebiet in Niederösterreich gesorgt. In den anderen Skiregionen Österreichs (wie am Video oben in Kärnten) war zwar mehr los als noch zu Saisonbeginn am 24. Dezember - was wohl ebenfalls dem prachtvollen Wetter geschuldet war -, ein Massenansturm blieb aber aus. Lob gab es seitens der Liftbetreiber für deren eigene Corona-Maßnahmen, die von den Gästen gut angenommen worden seien.

Weil auf dem Semmering (Bezirk Neunkirchen) am Christtag trotz erhöhter Präsenz der Exekutive, entsprechender Durchsagen und Schilder die geltenden Covid-19-Abstandsregeln „nicht immer eingehalten“ worden seien, hatte die Gemeinde - wie berichtet - am Samstag reagiert. So wurden in der Morgenstunden 250 Sperrgitter aufgestellt und die maximale Gästeanzahl bei den Seilbahnen reduziert.

Alpiner Skiweltcup der Damen zum Wochenstart
Neue Herausforderungen stehen bereits an, denn am Montag und Dienstag findet am Semmering der Alpine Skiweltcup der Damen statt. Laut OK-Chef Franz Steiner werden sich an den beiden Renntagen rund 500 Personen zusätzlich nur wegen der Rennen auf dem Hirschenkogel bewegen.
Dabei handelt es sich um rund 250 Personen aus dem Bereich Läuferinnen, Trainer und FIS-Personal sowie zusätzlich rund 300 Pistenarbeiter. Wegen Corona findet die Veranstaltung diesmal zwar ohne Publikum sowie Rahmenprogramm statt, Touristenskilauf und Rodeln sind aber erlaubt.

Andrang in Steiermark und Kärnten deutlich höher als am Heiligen Abend
Strahlendes Wetter über den meisten Teilen der Steiermark und Kärntens sorgte am Samstag für guten Besuch auch in deren Skigebieten - zumindest jenen, die offen hatten. Der Andrang war deutlich höher als am weitgehend nebeligen Heiligen Abend. Die Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 konnten überall eingehalten werden, auch dank Ordnerdiensten, sagten übereinstimmend die Fachgruppenobleute Seilbahnen der jeweiligen Wirtschaftskammern, Fabrice Girardoni und Manuel Kapeller-Hopfgartner.

Steiermark: „Maßnahmen wurden eingehalten“
Für den steirischen Seilbahnen-Vertreter Girardoni - der in Sachen seines „eigenen“ Skigebietes, dem Stuhleck, zu Mittag eine Besprechung mit der Bezirkshauptmannschaft wegen des Verkehrskonzepts hatte - wurden die Sicherheitsvorkehrungen mit Masken und Abständen befolgt. „Die Maßnahmen wurden überall eingehalten“, sagte Girardoni zur APA, Szenen wie am Semmering am Freitag habe es nicht gegeben.

Das konnte der Kärntner Fachgruppenobmann für Seilbahnen, Manuel Kapeller-Hopfgartner, auch für sein Bundesland bestätigen. „Wir sind gut besucht und es ist generell mehr los als am Heiligen Abend. Das dürfte auch daran liegen, dass in einem normalen Winter in Kärnten gut und gern 50 Prozent Einheimische auf den Pisten sind“, so Kapeller.

In den Salzburger Skigebieten waren am Samstag ebenfalls mehr Wintersportler unterwegs, wie über die zahlreichen Webcams zu sehen war. Trotzdem war auf den Pisten noch viel Platz, Schlangen an den Gondelbahnen und Sesselliften waren kaum auszunehmen.

Oberösterreich: Skifahrer „sehr diszipliniert“
Verhältnismäßig mehr tat sich in den erheblich kleineren oberösterreichischen Skigebieten, hier waren etwa in Hinterstoder Menschentrauben vor einem Sessellift zu sehen.
Die Abstände, sprich ein freier Platz zwischen den Skifahrern am Sessellift, wurden gut eingehalten. Auch seitens der Polizei gab es am frühen Samstagnachmittag ein großes Lob an alle Skifahrer: „Es gibt keine Probleme, alle sind sehr diszipliniert, halten Abstand und tragen Masken!“

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