29.12.2020 16:42 |

Keine Massenmarke

Fahrer dieser Automarke verursachen meiste Unfälle

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Automarke und der Fahrweise der Herrschaften am Steuer? Vermutlich. Jedenfalls lässt sich dieser Schluss aus der Statistik ziehen. Denn die Autos eines Herstellers sind besonders häufig in Unfälle verwickelt. Als Verursacher.

Es sind BMW-Fahrer, wegen denen am häufigsten die Haftpflichtversicherung einspringen muss, besagt die Statistik der Generali-Kfz-Versicherung. Sie zählt in ihrem aktuellen Karambolage-Atlas 5,5 Haftpflicht-Schäden pro 100 Versicherte. Damit werden die Lenker der bayerischen Marke mit der „Freude am Fahren“ als Maxime gewissermaßen ihrem Image gerecht, das gerne als aggressiv im Straßenverkehr beschrieben wird. Was nicht heißt, dass jeder BMW-Lenker ein aggressiver Autofahrer ist.

Knapp hinter BMW folgt eine weitere bayerische Marke: Audi-Fahrer kommen auf eine Quote von 5,4 Prozent. Den dritten Platz nehmen Skoda-Fahrer (4,9 Prozent) ein.

Der Abstand zwischen den Stockerlplätzen und dem Rest ist deutlich: Bei Toyota- und Fiat-Fahrern kommt es zu 3,7 beziehungsweise 3,6 Haftpflichtschäden pro 100 Autos.

Anders ausgedrückt
Gegenüber dem Durchschnitt von 9,1 Schäden pro Fahrzeughalter verzeichnen BMW-Fahrer eine Schadenhäufigkeit von 14,4 Prozent. Dahinter rangieren auf Platz zwei mit 14,1 Prozent Halter der Marke Audi, die dieses Mal die Mercedes-Fahrer hinter sich gelassen haben. Auf dem letzten Platz der 10 betrachteten Automarken liegt Skoda. Mit einer Schadenhäufigkeit von 4,0 Prozent sind diese Autofahrer offenbar vorsichtiger unterwegs.

Der Geschlechtervergleich
Die Schadenhäufigkeit der Geschlechter unterscheidet sich nur minimal. Jeder elfte männliche Fahrzeughalter war 2019 von einem Schaden betroffen (Schadenhäufigkeit: 8,6 Prozent), bei den weiblichen Fahrzeughalterinnen war es jede zehnte (10,1 Prozent).

Die meisten aller Schäden verursachen Fahrzeuge mit einer Leistung zwischen 101 und 150 PS (46,2 Prozent) und von 151 bis 200 PS (16,7 Prozent). Im Leistungsband bis 100 PS fallen etwas mehr als ein Viertel (26,7 Prozent) aller Schäden an.

Die Generali hat 270.000 Schäden in Deutschland ausgewertet.

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