Österreichs Frauen-Nationalteam hat am Dienstagabend bei der Handball-WM zum Abschluss der Gruppenphase seine erste Niederlage kassiert, sich aber auch gegen Favorit Niederlande lange gut gehalten.
Nach den Siegen gegen Ägypten (29:20) und Argentinien (27:23) gab es gegen die Truppe des Co-Gastgebers in Rotterdam ein letztlich doch klares 22:34 (12:14). In der Hauptrunde geht es mit zwei Punkten bzw. ab Donnerstag im Zweitages-Rhythmus gegen Frankreich, Tunesien und Polen.
ÖHB-Teamchefin Monique Tijsterman hatte einen Erfolg auch gegen die Auswahl ihrer Landsfrauen nicht ausgeschlossen, dementsprechend mutig trat ihre Truppe vorerst auch wieder auf. Nach ausgeglichener Anfangsphase zog „Oranje“ dann aber doch bis auf fünf Tore davon.
Torfrau Lena Ivancok sorgte mit einer erneut starken Abwehrquote wieder dafür, dass der Rückstand da nicht schon größer war. Im Gegenteil, im Finish vor dem Seitenwechsel kämpfte sich Rot-Weiß-Rot mit einem Zwischenspurt bis auf zwei Tore an den Medaillenkandidaten heran.
Oranje in Hälfte zwei nicht aufzuhalten
In der zweiten Hälfte zogen die Niederländerinnen aber das Tempo an. Mit einem ersten Zwischenspurt zogen sie auf 19:13 davon, und nutzten die ob des Drucks häufiger gewordenen rot-weiß-roten Ballverluste gnadenlos aus. Freilich sorgte in der letzten Viertelstunde auch die für Ivancok ins Spiel gekommene 30-jährige Antonija Mamic zeitweise für guten Rückhalt für die junge ÖHB-Equipe. Allerdings wirkten sich Wechsel auch unter den ÖHB-Feldspielerinnen dann kräftig auf das Ergebnis aus, zudem musste Kapitänin Ines Ivancok-Soltic in der 54. Spielminute verletzt vom Feld.
ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser gab Entwarnung: „Sie ist ein bisschen dizzy, hat eine offene Lippe, sonst geht es aber.“ Der Ex-Teamspieler sah den gewissen Einbruch im Finish als natürlich. „Es war zu erwarten, das ist eine Weltklasse-Mannschaft.“
Tijsterman sah im ORF das bisher beste WM-Spiel der Niederländerinnen: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, auch zehn Minuten in der zweiten Hälfte. Dann hat man gesehen, dass zwischen den Mannschaften noch ein großer Unterschied ist. Die Luft bei den Mädels war dann draußen, aber sie haben alles gegeben.“
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