15.12.2020 20:34 |

Rückschlag für Trump

Führender Republikaner gratuliert Biden zum Sieg

Erst sechs Wochen nach der US-Präsidentenwahl hat nun auch der einflussreiche Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat, Mitch McConell, den Demokraten Joe Biden als Wahlsieger anerkannt. Die Erklärung hat besondere Bedeutung, da sich sein Parteifreund Donald Trump noch immer vehement weigert, das Ergebnis der Wahl und seine Niederlage öffentlich anzuerkennen.  

„Das Wahlleutegremium hat gesprochen. Deshalb möchte ich heute dem gewählten Präsidenten Joe Biden gratulieren“, sagte McConnell am Dienstag im US-Senat. McConnell gilt als enger Vertrauter des amtierenden Präsidenten Donald Trump - bisher hatten erst wenige Republikaner im US-Kongress Biden öffentlich zum Sieg gratuliert. Am Montag wählten die 538 Wahlleute in den 50 US-Bundesstaaten stellvertretend für das Volk nun auch offiziell Biden zum künftigen Präsidenten.

Trump sieht sich weiter als Opfer
Die Amerikaner wählen ihren Präsidenten indirekt. In den allermeisten Bundesstaaten erhält der Kandidat, der am Wahltag die Mehrheit der Stimmen aus dem Volk bekommen hat, auch alle Stimmen der dortigen Wahlleute. Die Abstimmung der Wahlleute ist in normalen Wahljahren eine Formalie, weil der unterlegene Kandidat in der Regel noch in der Wahlnacht seine Niederlage einräumt. Trump stellt sich weiterhin als Opfer massiven Wahlbetrugs dar, für den es keine Anhaltspunkte gibt.

Auch Trump-Vertrauter Bolsonaro gratuliert Biden
Als einer der letzten Staats- und Regierungschefs hat nun auch der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Biden zu dessen Wahlsieg gratuliert. Nach der Bestätigung durch das Wahlleutekollegium gebe es über das Ergebnis nichts mehr zu diskutieren, sagte der rechtspopulistische Politiker, der als enger Verbündeter Trumps gilt.

Trump wettert weiterhin gegen das Wahlergebnis - das Soziale Netzwerk Twitter versieht seine Botschaften daher immer wieder mit Warnhinweisen:

Vereidigung am 20. Jänner
Das Endergebnis der Wahl wird offiziell am 6. Jänner im Kongress in Washington verkündet. Biden soll am 20. Jänner vereidigt werden. An dem Tag endet Trumps Amtszeit nach der Verfassung automatisch - auch, wenn er seine Niederlage nicht eingesteht. Dass Biden gewonnen hat, ist spätestens seit dem 7. November klar, als ihn führende US-Medien zum Sieger ausgerufen hatten. Die zuständigen US-Behörden erklärten die Wahl zur sichersten jemals in den USA.

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