01.12.2020 13:55 |

„Wie in Horrorfilm“

Mutter soll Sohn 30 Jahre lang isoliert haben

In Schweden steht eine 70-jährige Frau unter Verdacht, ihren Sohn jahrzehntelang isoliert zu haben. Eine Verwandte habe den heute 41-Jährigen in der völlig dunklen und zugemüllten Wohnung nahe Stockholm gefunden. Der Mann sei in einer Ecke auf dem Boden gesessen. Er habe kaum sprechen können, Wunden an den Beinen gehabt und sei von der Außenwelt abgeschnitten gewesen, seit er zwölf Jahre alt gewesen sei.

Eine Verwandte habe den heute 41-jährigen Mann in der völlig verwahrlosten Wohnung in Haninge (Gemeinde in der Provinz Stockholm) gefunden. Als sie gehört habe, dass die 70-Jährige im Krankenhaus sei, sei sie am Sonntagabend zu der Wohnung gegangen: „Es war wie in einem Horrorfilm“, sagte sie zur Zeitung „Expressen“. Sie habe lange den Verdacht gehabt, dass die Frau ihren Sohn eingesperrt habe.

Mann kann kaum sprechen
Die Wohnung sei dunkel und völlig zugemüllt gewesen. Der Mann sei in einer Ecke auf dem Boden gesessen. Er habe kaum sprechen können. Er habe trotz seines Alters nur wenige Zähne und Wunden an den Beinen. Sie habe einen Krankenwagen gerufen, die Ärzte im Krankenhaus hätten schließlich die Polizei alarmiert. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sich der Mann weiterhin im Krankenhaus befinde. Zu der Art der Verletzungen wollte sie sich nicht äußern.

70-Jährige festgenommen
Die Polizei wollte Einzelheiten zu dem Fall nicht kommentieren, bestätigte aber, dass die Frau festgenommen worden sei. Gegen sie werde wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung ermittelt. Die Frau bestreite die Vorwürfe.

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