29.11.2020 10:26 |

Betrug im Bgld

Falscher Banker zog Sparer 45.000 € aus der Tasche

Das Vertrauen in einen „Finanzexperten“ kam einem Sparer teuer zu stehen. Nach einem ersten Gewinn über ein Aktienkonto legte der Burgenländer (34) viel Geld in Kryptowährung an. In vier Monaten investierte er insgesamt fast 45.000 Euro, bis er keinen Zugriff mehr hatte. Alles ist weg! Interpol ermittelt bereits in mehreren Fällen.

Zu Beginn schien alles in Ordnung. Als der Mann aus dem Bezirk Jennersdorf im Sommer 8000 Euro auf seinem neuen Aktienkonto bei einer Finanzmarktfirma aus Luxemburg angelegt hatte, bekam er schon bald einen Gewinn über 700 Euro ausbezahlt. Das regte den Geschäftssinn an. Kurz darauf meldete sich ein angeblicher Bankier aus dem Umfeld der Finanzmarktfirma, er weckte das Interesse des Anlegers für weitere Investitionen.

Kein Zugriff mehr
Kryptowährungen seien der absolute Gewinnbringer, wie der falsche Experte anpries. In etlichen Gesprächen erwarb sich danach der Betrüger das Vertrauen des Opfers. Schließlich machte der Burgenländer in den vergangenen Monaten knapp 37.000 Euro locker. Sogar den Geheimcode für das elektronische Verwalten seines Geldes verriet er dem Kriminellen. Über seine scheinbaren Umsatzzuwächse wurde der 34-Jährige ständig mittels Handy-App informiert. Bis Schluss war. Der Anleger hatte keinen Zugriff mehr auf seine Finanzen.

Der Täter bot noch an, gegen Bezahlung von 11.500 Euro einen neuen Code zu liefern. Als dann das Opfer bei den beteiligten Firmen nachfragte, flog der Betrug mit fast 45.000 Euro Schaden auf.

Der Burgenländer ist nicht der Einzige, der in die Falle getappt ist. Interpol ermittelt auch in Nachbarländern Österreichs.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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