Die Gesamtkosten für den Ausbau liegen bei 1,4 Milliarden Euro. Laut Berechnung des VCÖ sind das 21,21 Millionen Euro pro Kilometer. Die S37 verschlingt aber nicht nur sehr viel Geld. Der VCÖ rechnet auch damit, dass die ausgebaute Strecke den Transitverkehr anziehen werde und die Bevölkerung von Schwerverkehr überrollt werden würde. Auch die Abgas- und Lärmbelastungen entlang der Schnellstraße werden für die Anrainer stark zunehmen.
VCÖ hinterfragt Schnellstraßen-Projekte
Da die Pendlerzahlen stagnieren, fordert der VCÖ zudem die Überprüfung aller Autobahn- und Schnellstraßen-Projekte. Die Anzahl der Pendler nimmt seit dem Jahr 2005 in Österreich nur mehr langsam zu. Dies trifft auch auf Kärnten zu. So ist die Zahl der Pendler in den vergangenen vier Jahren um nur 2.700 angestiegen. "Der Autoverkehr sowie der Motorisierungsgrad und die Zahl der Pendler stagnieren", erklärt VCÖ-Experte Martin Blum.
Da aber viele Autobahn- und Schnellstraßenprojekte aufgrund von steigenden Verkehrszahlen geplant wurden, fordern die Experten nun eine Überprüfung der Projekte. "Aus Verkehrssicht ist der Bau der geplanten Autobahnen und Schnellstraßen nicht mehr gerechtfertigt", so Blum.
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