Im ersten Lockdown

„Meine Kleine ist wie eine Blume eingegangen“

„Das ganze Land ist gespalten, wir wollen nicht, dass die Gesundheitskrise zu einer Bildungskrise führt“, ereifert sich Ulrike Morrenth aus Garsten bei Steyr. Sie ist Mutter von vier Kindern und im Homeoffice, wie ihr Mann. Die Wohnung ist nicht riesig: „Ich nütze auch den Notbetrieb der Schulen, das wird unterschiedlich beurteilt."

Die Jüngste geht in den Kindergarten, die anderen drei besuchen die Schule oder haben Distance Learning. Die Lehrer bieten teils sehr unterschiedliche Lernangebote oder -hilfen. Was Morrenth noch beschäftigt: Schulen senden unterschiedliche Botschaften aus. Die eine signalisiert: „Lasst die Kinder zu Hause! Die andere ermutigt, die Kinder zu schicken. Diese widersprüchlichen Haltungen treiben einen Keil in die Elternschaft, ich habe schon Freunde verloren“, sagt Morrenth. „Man kommt sich schlecht vor, wenn man die Kinder dennoch in die Schule gibt. Andere würden es gerne tun, trauen sich aber nicht.“

Schulen als Erstes wieder öffnen
So sollte es nicht sein, jeder sollte selbst entscheiden können, wie er vorgeht, ohne verurteilt zu werden. Sie gibt die Kleine auf jeden Fall in den Kindergarten: „Im letzten Lockdown ist sie wie eine Blume eingegangen. Sie hat nicht verstanden, warum ihre Freundin nicht kommen durfte.“ Was Morrenth Sorgen macht: „Das Recht auf Gesundheit wird gegen das Recht auf Bildung ausgespielt!“ Sie hofft, dass der Minister sein Wort hält, immerhin hat er versprochen die Schulen als Erstes wieder zu öffnen, also noch vor den Geschäften.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Dienstag, 24. November 2020
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