01.11.2020 14:10 |

Shisha-Pfeifen geteilt

Halloween-Partys in Wien: Vier Lokale geräumt

In Wien mussten in der Halloween-Nacht nach Angaben der Gruppe Sofortmaßnahmen der Magistratsdirektion vier Lokale wegen Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen komplett geräumt werden. Hier drängten sich auch nach der festgelegten Sperrstunde die Feiernden ohne Masken aneinander - keine Abstandsregeln, Konsumation im Stehen, tanzende Gäste, kein Mund-Nasen-Schutz. Die Polizei kontrollierte insgesamt 230 Gastronomiebetriebe, berichtete Polizeisprecher Marco Jammer. Bei einem Großteil der Kontrollen seien die Bestimmungen eingehalten worden oder es reichten aufklärende Gespräche mit den Betreibern und den Lokalgästen, betonte er.

Die vorgefundenen Situationen in einigen Lokalen sei schockierend gewesen. In einer amtsbekannten Shisha-Bar wurden 20 Shisha-Pfeifen konsumiert und von den Gästen untereinander geteilt. „In der aktuellen Situation so verantwortungslos und bewusst die Gesundheit zu riskieren, ist nicht zu akzeptieren“, betonte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen. 32 Anzeigen und 16 Organmandate nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz sowie 40 Anzeigen nach der Gewerbeordnung, dem Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz und anderen Verordnungen wurden laut der Aussendung ausgestellt. Die Polizei sprach von insgesamt 50 Anzeigen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz.

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In der aktuellen Situation so verantwortungslos und bewusst die Gesundheit zu riskieren, ist nicht zu akzeptieren.

Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen

„Hotspots der Unvernunft“
„Im Vorfeld wurden intensive Recherchen durchgeführt“, berichtete Hillerer. Es habe sich um eine gezielte Schwerpunktaktion zusammen mit der Landespolizeidirektion Wien gegen die „Hotspots der Unvernunft“ gehandelt. Der Fokus lag auf Halloween-Partys und „Abschlussfeiern“ in Hinblick auf den bevorstehenden Lockdown. Auch das Wiener Marktamt und die MA-36-Gewerbetechnik waren bei dem Schwerpunkt dabei. Hillerer kündigte weitere Kontrollen an.

An den Wochenenden seien immer verstärkte Streifen unterwegs, erläuterte Jammer. Diese seien wegen Halloween aufgestockt und vor allem der Bezirk Innere Stadt vermehrt bestreift worden. Dabei hatten es die Beamten unter anderem mit einem Einsatz nach einer Körperverletzung zu tun. Weil der Beschuldigte die Polizisten beschimpfte und sich nicht beruhigen ließ, wurde er festgenommen.

Gegen 1 Uhr überquerte ein junger Mann ebenfalls in der City trotz Rotlicht einen Schutzweg und zeigte gegenüber Polizisten den Hitlergruß. Der 23-Jährige wurde auf freiem Fuß nach dem Verbotsgesetz angezeigt. Außerdem wurde ein Graffiti-Sprayer auf frischer Tat ertappt. Ob ihm weitere Sprüh-Aktionen zuzurechnen sind, ist noch unklar.

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