Mahrer erklärte weiter, dass im Soll-Stand - den Planstellen - auch alle Beamten enthalten seien, die in Karenz, in Ausbildung, als Personalvertreter tätig sowie dem Innenministerium oder anderen Dienststellen zugeteilt seien. Die monatliche Überstundenbelastung bedeute pro Woche acht bis zehn Stunden Mehrleistung pro Beamten. "Es wird den Kollegen auch mitgeteilt bei ihrer Aufnahme, dass sie mit einer Mehrleistung in diesem Ausmaß zu rechnen haben", so der Landespolizeikommandant.
Mahrer verwies darauf, dass durch einen Beschluss der Bundesregierung pro Jahr 450 Beamte mehr für Wien zur Verfügung stehen. Im kommenden Jahr gebe es daher 450 weitere Polizisten, 900 würden sich darüber hinaus in der zwei Jahre dauernden Ausbildung befinden.
146 Beamten leisten 5.600 Überstunden pro Monat
Primär geht es in dem internen Bericht um die Überstunden bei der Wiener Exekutive. Die Situation hat sich mancherorts offenbar so verschärft, dass etwa im Stadtpolizeikommando Landstraße 5.600 Stunden an Mehrdienstleistungen im Monat von nur 146 Bediensteten erbracht werden müssen. Zitat: "Das ergibt eine durchschnittliche Überstundenbelastung von 38,6 Stunden je Bediensteten. In allen Stadtpolizeikommandos des Landespolizeikommandos Wien ergab die durchschnittliche Überstundenbelastung pro Bediensteten 32,6 Stunden." Besonderer Ausreisser in der Statistik: Die Polizeiinspektion Juchgasse mit 47,1 Überstunden im Juni.
Jetzt sind die besser honorierten Überstunden nicht allen Beamten ein Dorn im Auge. Besser wird die Situation in Zukunft allerdings auch nicht. Der "heuer entstehende Abgang" kann "mit Sicherheit nicht abgedeckt werden", ist in dem Bericht zu lesen. FP-Sicherheitsbeauftragter David Lasar: "Die Zahlen belegen die Realität und entlarven den Deal von Ministerin Fekter und Bürgermeister Häupl als Wahlkampfgag!"
von Michael Pommer, Kronen Zeitung










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