Nach Wien-Wahl 2010

Gudenus wird neuer FPÖ-Klubobmann ++ VP-Walter geht

Wien
12.10.2010 14:28
Gemeinderat Johann Gudenus (Bild) - Sohn des früheren Nationalratsabgeordneten John Gudenus - wird neuer Klubobmann der FP. Das bestätigte Parteichef Heinz-Christian Strache am Dienstag. Norbert Walter, Landesgeschäftsführer der Wiener ÖVP, wird dagegen bis Jahresende sein Amt niederlegen.

Strache werde Gudenus in der Vorstandssitzung am Dienstagabend für diese Funktion vorschlagen. Gudenus wird damit den derzeitigen Klubobmann Eduard Schock ablösen. Weitere Personalfragen wollte Strache noch nicht erörtern: Man werde in der Sitzung darüber beraten, wer in den Landtag einziehe und wer welche Funktion übernehme.

Es werde mindestens drei - wenn nicht sogar vier - Stadtratsposten sowie drei Bundesräte für die Freiheitlichen geben, weiß Strache. Zudem "pendle" man derzeit zwischen 28 und 29 Gemeinderatsmandaten. Der freiheitlichen Generalsekretär Harald Vilimsky werde im Falle einer Koalition mit der SP ebenfalls ins Rathaus wechseln und gemeinsam mit Strache Regierungsverantwortung übernehmen, betonte der Bundesparteiobmann.

VP-Landesgeschäftsführer Walter geht bis Weihnachten
Bis Weihnachten werde Walter noch in seiner Funktion bleiben und es werde eine geordnete Übergabe geben, versicherte er: "Ich werde die Koalitionsgespräche aktiv begleiten."

Damit legt der Mitstreiter des vormaligen Parteichefs Johannes Hahn seine Funktion nach neun Jahren zurück. Bei der Wahl 2005 hatte das Führungsteam ein Plus von 2,38 Prozentpunkten auf 18,77 Prozent erreicht. "Ich schaue täglich noch in meinen Spiegel", umriss Walter am Dienstag seine Gefühlslage: "Es gibt Dinge, die sind so wie sie sind."

Offiziell wird Walter seine Entscheidung den Parteifreunden am Dienstagabend mitteilen. Um 19 Uhr trifft sich der Parteivorstand im Cafe di Gio gegenüber dem Rathaus. Am Programm steht vorrangig die Analyse der Stimmenverluste bei der Wahl. Eine Führungsdebatte wird nicht erwartet, obwohl ÖVP-Nationalratsabgeordneter und Raiffeisen-Generalsekretär Ferry Maier am Montag seiner Partei empfohlen hatte, in Opposition zu bleiben.

Kurz: VP auf "zukunftstaugliche Beine" stellen
Zeitgleich betonte am Dienstag Sebastian Kurz, Chef der Jungen ÖVP und Fixstarter im künftigen Stadtparlament, dass nun eine Neuaufstellung der eigenen Partei angegangen werden müsse. Diese Frage sei derzeit wichtiger als die Frage nach einer Koalitionsbeteiligung: "In erster Linie ist es jetzt entscheidend, durch eine Neustrukturierung die ÖVP auf zukunftstaugliche Beine zu stellen. Erst dann kann man sich Gedanken über eine Koalitionsbeteiligung machen", so Kurz. Die Wiener ÖVP dürfe nicht der Steigbügelhalter für die SP und damit mitverantwortlich für die Fortsetzung der bisherigen Politik in Wien sein.

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