Sparmaßnahme
Franzosen sollen britische Atomwaffen warten
Die diesbezüglichen Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Regierungsbeamte. Die Zusammenarbeit würde nicht nur die militärische Zusammenarbeit der Nachbarn stärken, sondern in Zeiten unter Druck geratener Militärhaushalte auch viel Geld sparen.
Die Details der atomaren Abschreckung in beiden Ländern sind streng geheim. Es wird spekuliert, dass Frankreich über 300 Atomsprengköpfe verfügt, Großbritannien über etwa 160.
USA müssen noch ihr Okay geben
Großbritannien habe in der Angelegenheit bereits die USA konsultiert, heißt es in dem Bericht weiter. Ein amerikanisch-britischer Vertrag schreibe vor, dass die Briten ihre Nukleargeheimnisse nicht weitergeben dürften. Die Waffen basieren auf US-Technologie.
Militärs in Großbritannien und Frankreich sehen die Zusammenarbeit angeblich kritisch. Allerdings steht die Regierung von Premierminister David Cameron unter immensem Sparzwang. Die Nutzung des französischen Labors würde den teuren Aufbau eines eigenen überflüssig machen.
Atomare Sprengköpfe verändern mit der Zeit ihre Funktionsweise, was mit Hilfe aufwendiger Computersimulationen getestet wird. "Echte" Atomtests dürfen beide Staaten als Unterzeichner des Kernwaffen-Teststopp-Abkommens CTBT (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) nicht mehr vornehmen.











Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.