"Interessanterweise ist der Effekt bei den Grünen nicht so stark", resümiert Sommer. Hier dürfte der Zuwachs ein paar Zehntelprozentpunkte betragen. In Summe dürften im Vergleich zum vorläufigen Endergebnis am Sonntag zu ÖVP und Grünen gemeinsam mithin 1,5 Prozentpunkte wandern.
Diese Zuwächse gehen selbstredend zulasten von SPÖ und FPÖ. "Klar scheint zu sein, dass die SPÖ ihr Urnenwahlergebnis bei den Briefwählern nicht erreichen wird", prognostiziert die ARGE-Wahlen. Allerdings dürfte der Verlust nur ein paar Zehntelprozentpunkte betragen.
Grundsätzlich gehen die ARGE-Wahlen von einem Verhältnis der Urnenwähler zu Briefwählern von 5:1 aus. Die Zahl von 100.000 Briefwählern sei realistisch. Bei der Nationalratswahl 2008 hätten in Wien noch rund 40.000 derjenigen, die eine Wahlkarte beantragt hatten, diese in einem Wahllokal und nicht via Briefwahl eingesetzt - was bei bundesweiten Wahlen jedoch klarerweise üblicher sei, da beispielsweise die Stimme im Wochenenddomizil abgegeben werde. "Die Relation Wahlkarte zu Briefwahl wird diesmal eine andere sein", so Sommer. So werde es mehr Briefwähler geben.
Die ARGE-Wahlen erstellen am Wahltag eine konkrete Briefwahlprognose. Diese soll kurz nach dem vorläufigen Endergebnis vorliegen, das zwischen 19.30 und 20 Uhr erwartet wird.









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