
Sie tragen rot-weiße Uniformen, erklären, im Dienste der "Rettung" unterwegs zu sein, und werden deshalb oft mit Mitarbeitern des Roten Kreuzes verwechselt – Keiler, die jetzt vor allem im Bezirk Oberwart auf Mitgliederfang sind. "In der Annahme, uns zu unterstützen, lassen sich hilfsbereite Bürger auf eine Vereinbarung ein und erkennen ihren Irrtum erst, wenn sie bereits eine rechtliche Verpflichtung eingegangen sind", erklärt Hans-Peter Polzer vom Roten Kreuz. Er betont, dass "seine" Hilfsorganisation derzeit keine Mitgliederwerbeaktion mit Hausbesuchen durchführe. Das gilt für das gesamte Burgenland.
Immer wieder sorgen Keiler für Missverständnisse – so auch beim Spendensammeln. "Oft wird dabei der Begriff 'Rettung' leichtfertig verwendet. Rechtlich ist dagegen zwar nichts einzuwenden, doch die meisten bringen damit sofort das Rote Kreuz in Verbindung", sagt Polzer. Was ihn und seine Kollegen ärgert: "Keiler behaupten mitunter, dass man nur mit einer Mitgliedschaft Anspruch auf den Rettungsdienst habe. Purer Unsinn!"
von Karl Grammer, Kronen Zeitung










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