29.09.2020 05:58 |

„Nicht gelungen“

Norwegen kündigt nach Problemen neue Corona-App an

Als eines der ersten Länder Europas hatte Norwegen im Frühjahr eine Corona-Warn-App eingeführt - jetzt will die Regierung in Oslo einen erfolgreicheren Nachfolger auf den Weg bringen. Die neue App solle ihren wegen Datenschutzbedenken auf Eis gelegten Vorgänger „Smittestopp“ ersetzen, kündigte Gesundheitsminister Bent Høie am Montag an. Ziel sei, die neue App bis Ende des Jahres startklar zu machen.

Bereits Mitte April konnten sich die Norweger „Smittestopp“ auf ihre Smartphones herunterladen. Damit sollten mögliche Infektionen aufgespürt werden, während erste in der Corona-Krise erlassene Maßnahmen in Norwegen gelockert worden waren. Erfolge blieben aber aus. Nur zwei Monate später wurde die App dann gestoppt, nachdem die Datenschutzbehörde des Landes angekündigt hatte, die Verarbeitung der erhobenen persönlichen Daten vorübergehend verbieten zu wollen.

Daten sammelte die App seitdem nicht mehr ein, das nationale Gesundheitsinstitut FHI löschte zugleich alle gespeicherten persönlichen Informationen. Mehr als 1,5 Millionen Norweger hatten sich die App bis dahin herunterladen.

„Leider nicht gelungen“
Die neue App soll nun nur der digitalen Infektionsverfolgung dienen, Daten dabei aber nicht zentral speichern. Basieren soll das Ganze auf internationalen Lösungen von Google und Apple, auf denen nach norwegischen Angaben unter anderem auch die deutsche Warn-App beruht. Norwegen habe versucht, besonders frühzeitig eine Corona-App zu etablieren, sagte Høie dazu auf einer Pressekonferenz in Oslo. „Leider ist das nicht gelungen. Daraus haben wir gelernt, und jetzt gehen wir weiter.“

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