26.09.2020 07:55 |

Sperrstunde, Ampel ...

Jetzt in jedem Bundesland eigene Corona-Regeln

Von Sperrstunde bis Registrierung: Es herrscht Corona-Chaos in den Bundesländern - Niederösterreich etwa schränkt die Freizeitaktivitäten in orangen Bezirken massiv ein. Die Landeshauptleute trafen am Freitag Bundeskanzler Sebastian Kurz - krone.at berichtete - zu einem Corona-Gipfel. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil fehlten.

Immerhin: Die Zahl der Neuinfektionen ist nicht weiter angestiegen, sondern hat sich stabilisiert. Wenn auch, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober, „auf einem zu hohen Niveau“. Anschober rechnet damit, dass sich die zuletzt verschärften Maßnahmen ab Anfang Oktober positiv auf die Zahlen auswirken. Und er rät dazu, die Corona-App des Roten Kreuzes zu installieren. So könnten Kontakte von Infizierten schneller ausgemacht werden.

Hauptort für Ansteckungen sind weiterhin private Veranstaltungen
Mit einer weiteren guten Nachricht macht Daniela Schmid, Leiterin der Ampelkommission, Eltern Hoffnung: Kinder in Schulen und Kindergärten würden sich nur äußerst selten untereinander anstecken, so die Expertin der AGES. Kontakte zwischen Kindern und Risikogruppen, etwa den Großeltern, sollten aber weiterhin eingeschränkt werden. Der Hauptort von Ansteckungen, so Schmid weiter, seien private Veranstaltungen.

Genau dort setzt nun Niederösterreich mit verschärften Maßnahmen an. In orangen Bezirken finden Sportveranstaltungen ohne Publikum statt. Ausgenommen sind Bundesligaspiele. Bei anderen Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen sind indoor nur mehr 250 und outdoor nur mehr 1000 Personen erlaubt - bundesweit liegen die Grenzen bei 1500 bzw. 3000. Wie in Wien müssen in der Gastronomie Gästelisten geführt werden. Bei der Ampelfarbe Rot wird die Sperrstunde auf 22 Uhr vorverlegt - das gilt ab heute auch in Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

Grafik - unterschiedliche Corona-Bestimmungen in den Bundesländern:

Steiermark: Eigene Ampel für Pflegeheime
Einschränkungen soll es bei Rot in Niederösterreich auch in Kindergärten, Kliniken, Rehazentren und Alters- und Pflegeheimen geben. Für Letztere hat die Steiermark eine Ampel eingeführt: Sie gilt ab 1. Oktober, orientiert sich an der Schaltung des Bundes und regelt etwa die Zahl und Dauer der Besuche.

Mit der Zustimmung des Bundesrates zum neuen Covid-Gesetz ist seit Freitag für regionale Maßnahmen auch die rechtliche Grundlage da. Bei einem Gespräch mit der Bundesregierung sprachen die Landeshauptleute über Infektionszahlen, Verschärfungen, Testungen und die Hotline 1450. Von SPÖ-Seite nahm Kärntens Peter Kaiser teil, Michael Ludwig ließ sich vertreten, Hans Peter Doskozil sagte ganz ab.

Schweizer Reisewarnung nun auch für NÖ und OÖ
Ebenfalls am Freitag weitete die Schweiz ihre Reisewarnung aus und setzte - nach Wien - auch Nieder- und Oberösterreich auf die rote Liste. Am Abend erklärte Deutschland zudem Tirol wegen rasant steigender Infektionszahlen zum Corona-Risikogebiet.

Kronen Zeitung/krone.at

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