Drama in Oberlienz

Bauer erschoss sich: Obduktion bestätigt Suizid

Kärnten
05.10.2010 17:30
Nach dem tragischen Tod eines Landwirts in Oberlienz ist sein Leichnam am Dienstag obduziert worden. Wie berichtet, hätte der 54-Jährige am Montag auf seinem Anwesen von Beamten abgeholt und ins Gefängnis gebracht werden sollen. Doch der Landwirt brauste zuvor mit einem Traktor davon. Weil der Mann bewaffnet war, wurde sogar die "Cobra" alarmiert. Später fanden Beamte den Mann: Er hatte sich erschossen. Der Selbstmord wurde nun durch die Obduktion bestätigt.

Laut Silvester Wolsegger, Bezirkpolizeikommandant in Lienz, hatte der 54-Jährige zahlreiche Verwaltungsstrafen nicht beglichen. Insgesamt hätte er bereits rund 30.000 Euro bezahlen müssen. Auf mehrfache Zahlungsaufforderungen habe der Mann nicht reagiert, deshalb hätte er eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten sollen.

"Mich kriegt keiner"
Als die Beamten am Hof des Mannes eingetroffen seien, sei der Osttiroler bereits verschwunden gewesen. Dass er trotz bestehenden Waffenverbotes eine Pistole besessen habe, hätte man von Zeugen an Ort und Stelle erfahren. Auch dass der Landwirt mit den Worten "mich kriegt keiner" davongefahren sei, hatten Zeugen angegeben.

Kurz vor der Ankunft der Polizei um 12.25 Uhr habe er noch in die Luft geschossen und sei dann davongebraust, wobei er eine Faustfeuerwaffe mit sich führte, berichteten Zeugen.

Sofort leitete die Polizei eine Großfahndung ein, an der sich neben Bezirkskräften auch die Cobra Kärnten sowie das Tiroler Landeskriminalamt beteiligten. Um 14.39 Uhr wurde der Traktor von einer Polizeistreife im Gemeindegebiet Oberlienz gesichtet. Als die Beamten das Fahrzeug erreichten, stellten sie fest, dass der Flüchtige sich selbst erschossen hatte. Der Oberlienzer hätte in drei Tagen seinen 55. Geburtstag gefeiert.

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