Remis gegen 10 Mann

SK Rapid kommt in Kapfenberg über 0:0 nicht hinaus

Wien
04.10.2010 09:47
Rapid steckt auch nach der 10. Runde weiter im Mittelfeld der tipp3-Bundesliga fest. Am Sonntagnachmittag sind die Wiener in Kapfenberg über ein mageres 0:0 nicht hinausgekommen, für den Rekordmeister war es das erste Remis der Saison. 6.500 Zuschauer sahen im Franz-Fekete-Stadion ein schwaches Match, in dem Rapid zwar tonangebend, aber ohne zündende Ideen war. Die geplante Wiedergutmachung nach dem 1:2 gegen Besiktas Istanbul in der Europa League gelang nicht.

Acht Tage nach dem spannenden 3:2-Last-Minute-Heimsieg der Hütteldorfer gegen Kapfenberg waren diesmal Chancen absolute Mangelware. Die beste fand Rapid bei einem Lattentreffer von Nuhiu vor (70.). Kapfenberg-Verteidiger Sharifi flog in der 76. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.

Ausgeglichene Anfangsphase
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase vergab Vennegoor of Hesselink per Kopf die erste Rapid-Möglichkeit (14.). Auch sein grün-weißer Teamkollege Pehlivan scheiterte nach leichtfertigem Passfehler von Erkinger (24.) sowie bei einem Schuss aus 16 Metern (28.) am sicheren Kapfenberg-Schlussmann Wolf. Dessen Gegenüber Hedl hatte aufgrund der fehler- und zaghaften Kapfenberger Spielweise wenig zu tun, bei einem Kröpfl-Schuss hatte er keinerlei Probleme (32.), gegen Elsneg rettete der Rapid-Goalie mit einem tollen Fußreflex (44.).

Nuhiu traf die nur Latte
Die Partie blieb auch nach der Pause auf sehr niedrigem Niveau. Rapid wirkte siegeshungriger, tat mehr für die Partie, spielerisch lief jedoch kaum etwas zusammen. Salihi zeigte in aussichtsreicher Position technische Mängel (51.), Nuhiu traf bei der ersten Aktion nach seiner Einwechslung die Latte (70.), Wolf hatte dabei seine Fingerspitzen im Spiel. Nach dem Ausschluss von Sharifi wegen wiederholten Foulspiels verhauten Katzer per Kopf (81.) und Nuhiu (85.) die letzten Siegchancen der Gäste.

Aber auch die Obersteirer schnupperten noch einmal Richtung Sieg, doch Alar verpatzte mit einer missglückten Ballannahme einen aussichtsreichen Kapfenberger Konter (87.).

Meinungen zum Spiel
Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Wir müssen mit dem 0:0 zufrieden sein, das ist ein Erfolgserlebnis. Unsere Defensive ist sehr gut gestanden, unsere Passqualität war aber schwach. Ärgerlich ist, dass wir unsere großen Chancen vergeben haben. Da muss man eiskalt das Tor machen. Das belastet uns derzeit. Die zweite Gelbe Karte für Sharifi war nicht zu geben. Wenn Mannschaften so bevorteilt werden, dann tut das dem österreichischen Fußball nicht gut. Bei Kapfenberg stecken die Gelben Karten bei den Schiedsrichtern sehr locker."

Dominique Taboga (Kapfenberg-Spieler): "Im Endeffekt können wir mit dem Unentschieden zufrieden sein. Aber wir hatten große Chancen auf den Sieg, da müssen wir kaltschnäuziger sein. Alle Kapfenberger Spieler haben heute gut gearbeitet. Unser erstes Ziel ist, so weit wie möglich vom Abstiegsplatz weg zu sein."

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wir hatten mehr Ballbesitz und mehr Chancen. Wir haben das Spiel klar dominiert. Leider vergeben wir derzeit zu viele Chancen, da müssen wir hart weiterarbeiten. Wenn wir am Schluss aus dem Konter noch ein Tor bekommen hätten, wären wir zurecht die Deppen der Nation gewesen. Ich kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir haben in den vergangenen 21 Tagen sieben Spiele gehabt, da ist es klar, dass einige Spieler geistig und körperlich nicht mehr ganz frisch sind."

Mario Sonnleitner (Rapid-Spieler): "Wir haben das Spiel kontrolliert, wir waren die bessere Mannschaft. Aber der letzte Pass hat nie den richtigen Spieler gefunden, das war der Fehler. Wir wollten zu null spielen, wenigstens das ist gelungen. Negativ war, dass uns kein Tor gelungen ist. Wir müssen punkten und aufholen."

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