22.09.2020 12:00 |

Trotz Corona

Dichtes Gedränge im Schulbus

Überfüllte Schulbusse, dichtes Gedränge in den Gängen, und keine Lösung in Sicht: Die Fahrt in die Schule jeden Morgen ist für viele Kinder immer noch eine Herausforderung. Abstand halten ist so gut wie nicht möglich. Die Eltern sind mittlerweile verzweifelt und fordern dringend eine Lösung von den Verantwortlichen.

Die Corona-Zahlen steigen rasant, die Bundesregierung ordnet neue Maßnahmen an – und in den Bussen? Da steht alles dicht aneinander gedrängt. Auch wenn die Schüler vorbildlich Masken tragen, Abstand halten ist schlicht nicht möglich. „Die Schüler stecken trotz Corona wie Sardinen in den Öffis“, schreibt eine Leserin. Die Busse seien überfüllt, die Kinder würden sich teilweise zu dritt auf die Sitzbank quetschen oder erst gar nicht in den Bus hineinkommen. Betroffen ist etwa die Strecke Sieggraben–Eisenstadt.

Die Sache hätte bei der nächsten Verkehrsreferentenkonferenz besprochen werden sollen, der Bund sagte aber ab.

„Derzeit versuchen wir mit Nachdruck, bei den Kursen mit dem größten Handlungsbedarf zusätzliche Kapazitäten zu organisieren“, sagt Landesrat Heinrich Dorner. Da es sich aber um massive Zusatzkosten handle, versuche man über Sonderfinanzierungen des Bundes die notwendigen Mittel aufzutreiben. „Es liegt also in erster Linie am Finanzministerium, Gelder zur Verfügung zu stellen“, betont Dorner.

Die Verkehrsreferentenkonferenz soll übrigens am Freitag nachgeholt werden. „Diskutiert wird aber nur über das 1-2-3-Ticket. Das ist absolut fahrlässig und verantwortungslos gegenüber unseren Kindern“, ärgert sich der Landesrat.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

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