34 Tote seit Freitag
Drogenkrieg hält Mexiko weiter fest im Griff
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Durango ereignete sich die Schießerei am Freitagmorgen in einem abgelegenen Bergdorf. Die Polizei habe 14 Männerleichen und sechs verlassene Geländewagen gefunden. In dem Teilstaat ist das mächtige Sinaloa-Kartell aktiv, das von Mexikos meistgesuchtem Drogenbaron Joaquin "El Chapo" Guzman geführt wird.
Das Sinaloa-Kartell kämpft in Durango unter anderem mit dem Juarez-Kartell um die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die nahgelegenen USA. Das Juarez-Kartell wiederum hat seine Hochburg im Nachbarstaat Chihuahua, wo sich nach Behördenangaben seit Freitag mindestens 20 Morde ereigneten, die Drogenbanden angelastet werden.
Touristen verschleppt
Im südmexikanischen Badeort Acapulco brachte indes eine schwer bewaffnete Bande rund 20 einheimische Touristen in ihre Gewalt. Wie die Behörden des südlichen Teilstaats Guerrero am Samstag mitteilten, wurden die Touristen bereits am Donnerstag verschleppt. Sie seien aus der Stadt Morelia im benachbarten Teilstaat Michoacan zum Baden und Entspannen nach Acapulco gekommen.
Ihr Aufenthaltsort und das Motiv der Tat seien nicht bekannt, sagte ein Polizeisprecher. Auch über die Entführer und das Schicksal ihrer Geiseln ist derzeit nichts bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst von 22 Entführten gesprochen, mindestens zwei der Verschleppten konnten jedoch fliehen.
Michoacan gilt als Hochburg des mächtigen Drogenkartells "La Familia", dessen Einfluss sich inzwischen bis Guerrero ausdehnt. Acapulco war in den vergangenen Monaten wiederholt Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden mexikanischen Drogenbanden.
Drogenkrieg forderte bereits über 28.000 Menschenleben
Seit Beginn einer Regierungsoffensive gegen den Drogenhandel im Dezember 2006 starben in Mexiko bislang über 28.000 Menschen. Die Regierung setzt im Kampf gegen die Drogenbanden zur Unterstützung der Polizei mehr als 50.000 Soldaten ein.












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