16.09.2020 07:00 |

Chaos durch Brexit

2 Tage Wartezeit an britischer Grenze befürchtet

Nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase zum Jahreswechsel erwarten die britischen Behörden einem internen Papier zufolge erhebliches Chaos an den Grenzen. Man rechnet bereits im Jänner mit Schlangen Tausender Lastwagen in der Grenzregion Kent, eine Wartezeit könnte schon im Februar bis zu zwei Tagen betragen. Service-Stationen an Autobahnen sollen Lkw-Fahrern dabei helfen, rechtzeitig vor der Grenze notwendige Papiere vorzubereiten.

Ein vertrauliches Regierungsdokument, über das die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, skizziert ein „Worst-Case-Szenario“. Die Autoren betonen jedoch auch, dass die Staus und Verzögerungen selbst dann entstehen könnten, wenn Großbritannien es noch schafft, einen Handelspakt mit der EU auszuhandeln.

Neben Kontrollstationen im Landesinneren soll auch ein Software-basiertes System aufgebaut werden, mit dem ein flüssiger Warenverkehr gewährleistet werden soll. Allerdings steht dafür noch viel Arbeit bevor, wie aus dem Papier hervorgeht: 26 Regierungsbehörden mit 100 IT-Systemen sollen beteiligt sein.

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Derzeit stocken Verhandlungen
Gibt es keine Einigung, droht zum Jahreswechsel ein harter Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen. Doch selbst wenn noch ein Vertrag zustande käme, wäre Großbritannien ab 2021 nicht mehr Teil des europäischen Binnenmarktes, sodass einige Kontrollen in jedem Fall notwendig würden. Am Dienstag hat das Parlament für die umstrittene Änderung des Brexit-Vertrages gestimmt.

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