Aus für Snowboard-Ass

Olympia-Zug fährt ohne Doppel-Vizeweltmeister ab

Steiermark
23.01.2026 17:48

Ein frühes Aus beim Heim-Weltcup besiegelte das Ende des Olympia-Traums. Arvid Auner scheiterte an einer zu starken eigenen Mannschaft: „Es tut weh, aber daraus kann ich lernen.“ 

„Die Enttäuschung ist sehr groß“, gestand Snowboarder Arvid Auner nach dem Parallel-Riesentorlauf (PGS) am Freitag auf der Kärntner Simonhöhe. Jenem Rennen, in dem der Slalom-Spezialist doch noch auf den Olympia-Zug aufspringen wollte. Und das für ihn schon nach der Qualifikation zu Ende war. „Ich habe heute noch einmal alles in die Waagschale geworfen und mein Bestmögliches abgeliefert. Das hat leider nicht gereicht“, erklärte der Grazer nach dem Aus.

Mit Janine Flock hatte Auner noch in der Olympia-Wäsch‘ des ÖOC posieren dürfen.
Mit Janine Flock hatte Auner noch in der Olympia-Wäsch‘ des ÖOC posieren dürfen.(Bild: GEPA)

Sieben Hundertstel zu viel hatte er in den beiden Quali-Läufen verloren, damit zum vierten Mal im achten PGS der Saison den Sprung in die Achtelfinale verpasst. Das ist in der starken ÖSV-Mannschaft zu wenig für die Olympia-Teilnahme. Mit Platz 18 auf der Simonhöhe und Rang 21 im Disziplinen-Weltcup liegt Auner zwei Tage vor Nominierungsschluss hinter vier Teamkollegen und ist damit im wahrsten Sinne des Wortes das fünfte Rad am Wagen nach Mailand und Cortina.

Freund Karl spendet Trost
“Ich habe zwar sehr viel Freude am langen Brett, aber der Funke fehlt noch“, zeigte sich Auner selbstkritisch. Seine Teamkameraden trösteten ihn im Zielraum, Freund und Zimmerkollege Benjamin Karl unterhielt sich noch lange nach Rennende mit Auner.

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Benni hat zu mir gesagt, dass jeder große Sportler solche Momente hinter sich hat.

Arvid Auner über „Tröster“ Karl

„Benni hat zu mir gesagt, dass jeder große Sportler solche Momente hinter sich hat. Es tut weh, aber daraus kann ich viel mehr lernen“, gestand Arvid, der sich nun über den nicht-olympischen Parallel-Slalom wieder in gute Stimmung bringen will.

Voller Fokus auf den Slalom
„Für mich ist Slalom fahren wie Rallye und der Riesentorlauf wie Nascar – einfach nur im Kreis fahren“, erklärte der Grazer, der in seiner Spezialdisziplin nicht nur Weltcup-Titelverteidiger, sondern auch zweifacher VIzeweltmeister ist. „Es gibt noch die kleine Slalom-Kristallkugel. Die werde ich in Angriff nehmen, auch wenn diese Disziplin in dieser Saison nicht das Wichtigste ist.“

Bei Olympia wird er Fabian Obmann (am Freitag Zweiter auf der Simonhöhe), Alex Payer, Andi Prommegger und Karl die Daumen drücken. Auch das dreiköpfige Damen-Team (Sabine Payer, Claudia Riegler, Martina Ankele) tritt die Reise nach Italien ohne steirische Beteiligung an.

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