Mit strengen Auflagen
Barbesitzer von Crans-Montana aus U-Haft entlassen
Nach dem verheerenden Feuer in der Après-Ski-Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana, bei dem in der Silvesternacht 40 Menschen ihr Leben verloren, hat das Walliser Zwangsmassnahmengericht eine Entscheidung getroffen: Der Betreiber der Bar, Jacques Moretti, darf gegen eine Kaution von 200.000 Franken (ca. 215.000 Euro) die Untersuchungshaft verlassen.
Wie der Schweizer „Tagesanzeiger“ berichtet, ordnete das Gericht am Freitag mehrere Ersatzmaßnahmen an, um einer Fluchtgefahr entgegenzuwirken. Moretti darf die Schweiz nicht verlassen und musste sämtliche Ausweisdokumente bei der Staatsanwaltschaft hinterlegen.
Zudem ist er verpflichtet, sich täglich bei einer Polizeistelle zu melden. Die Kaution, die laut Gericht als „angemessen und abschreckend“ gilt, wurde bereits von einem engen Freund des Beschuldigten gezahlt.
Freilassung in kommenden Stunden
Der französische TV-Sender BFMTV berichtete, dass Moretti seit dem 9. Jänner in Untersuchungshaft saß und in den kommenden Stunden nach der gerichtlichen Entscheidung freikommen sollte. Das Gericht betonte, dass Moretti – wie jeder Beschuldigte – bis zu einem rechtskräftigen Urteil als unschuldig gilt.
Die Haft sei nur in Ausnahmefällen zulässig, wenn mildere Maßnahmen den Zweck nicht erfüllen könnten. Mit den angeordneten Auflagen sei nun ein Gleichgewicht zwischen dem öffentlichen Interesse an einer fairen Strafverfolgung und dem Grundrecht auf persönliche Freiheit gefunden worden.
Ermittlungen zum Brand dauern an
Die Ermittlungen zur Brandursache und zu Morettis möglicher Verantwortung dauern weiterhin an. Der Brand hatte nicht nur zahlreiche Opfer gefordert, sondern auch eine breite Debatte über Sicherheitsvorschriften im Walliser Nachtleben ausgelöst. Das Zwangsmassnahmengericht gab bekannt, zu diesem Fall keine weiteren Stellungnahmen abzugeben.









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