Warten auf Termin

2. Klasse: Bei Kassenärzten schert NÖ kräftig aus

Niederösterreich
23.01.2026 18:00

Bis zu 30-mal länger müssen Kassenpatienten auf den Routinetermin beim Facharzt aus Niederösterreich warten als beim Wahlarzt. Damit nimmt man im weiten Land eine Spitzenposition ein. Ärztevertreterin Fedra-Machacek warnt: „Wer Versorgungsengpässe beheben will, muss die Kassenmedizin stärken!“

Gehört man zur Elite, die sich den Wahlarzt seines Vertrauens leistet und dann einen Teil von der Krankenkasse zurückfordert? Oder hat man gar keine andere Wahl als den „Wahlfacharzt“ mehr, weil es keinen mehr in der Region gibt? So oder so: Für Landsleute, die zum Privatarzt gehen, gibt es – mit einziger Ausnahme des Allgemeinmediziners – „positive“ Nachrichten.

NÖ: Bis zu 30-mal längere Wartezeiten
Denn laut Studie des Vergleichsportals „krankenversichern.at“ müssen Kassenpatienten beim Facharzt in NÖ für einen Routinetermin bis zu 30-mal länger warten als Privatpatienten. So muss man im weiten Land beim Kassen-Augenarzt 30 Tage warten, während man beim Privatarzt am selben Tag dran kommt. Beim Orthopäden liegt das Verhältnis im Schnitt von 24 zu zwei Tagen, bei Hautärzten stehen 32 Tage vier Tagen gegenüber und beim Psychiater sind es 60 versus drei Tage.

Gleich schneller Zugang für jeden
Im Vergleich dazu muss man im Österreichdurchschnitt, wie berichtet, bis zu 13-mal länger auf den Kassenfacharzt warten. Gesundheitsministerin Korinna Schumann meint dazu: Die Unterschiede seien eine „Schieflage“, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt hätte. Jeder Mensch müsse den gleich schnellen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, so die Ministerin.

„Die Daten zeigen gerade in Niederösterreich eine extreme Zweiteilung der Geschwindigkeit. Für sieben von zehn Menschen sind diese Wartezeiten das Hauptmotiv für eine private Versicherung“, sagt Sebastian Arthofer von krankenversichern.at.

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Wer Versorgungsengpässe beheben will, muss die Kassenmedizin stärken!

Ärzte-Kurienobfrau Dagmar Fedra-Machacek

Ärzte-Kurienobfrau Dagmar Fedra-Machacek warnt indes: „Eine private Versicherung kann nicht die Lösung sein. Wer Versorgungsengpässe beheben will, muss die Kassenmedizin stärken!“ Man wisse über kritische Engpässe in Regionen Bescheid, Gespräche zwischen ÖGK und Ärztekammer würden Fahrt aufnehmen.

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