„Versteckte Erhöhung“

Preise für Skitickets in der Schweiz intransparent

Wirtschaft
23.01.2026 18:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nicht nur in Österreich, auch in der Schweiz setzen zahlreiche Skigebiete bereits auf ein dynamisches Preissystem. Die Modelle seien intransparent und würden oft dazu genutzt, um verdeckt die Preise zu erhöhen, kritisierte die Stiftung Konsumentenschutz in der Eigenossenschaft.

Sie nimmt einmal jährlich die Preismodelle von elf Schweizer Skigebieten unter die Lupe. Diesmal hätten fünf davon keine Angaben zu der Preisobergrenze gemacht, hieß es am Freitag. Dort müssten vor allem an Tagen mit hoher Auslastung überteuerte Preise bezahlt werden, was vor allem Familien belaste, die nicht an Werktagen auf die Pisten gehen könnten. Grundsätzlich sind die Preise bei dynamischen Modellen variabel. In der Regel kosten die Tickets weniger, je früher sie gebucht werden, oder umso geringer die Nachfrage an einem Tag ist. Umgekehrt steigen die Preise, wenn zum Beispiel viele Menschen auf den Skipisten erwartet werden.

Ein weiterer Kritikpunkt der Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer: Die Skigebiete Gstaad, Crans-Montana und Belap erhöhten die Minimalpreise im Vergleich zur letzten Saison deutlich. Positiv aufgefallen sei hingegen das Gebiet Arosa Lenzerheide, wo der Minimalpreis um einen Franken auf tiefe 28 Franken (umgerechnet rund 30 Euro) gesenkt wurde. Flims Laax senkte diesen um 6 auf 53 Franken (umgerechnet etwa 57 Euro). Bei vielen Schweizer Skigebieten bewegen sich die Minimalpreise für ein Tagesticket um die 50 Franken (rund 54 Euro).

Teils weder Rückerstattung noch Umtausch
„Dynamische Preise dürfen nicht dazu führen, dass Konsumentinnen und Konsumenten systematisch überteuerte Preise zahlen müssen und sie Preisentwicklungen sowie Kaufbedingungen nicht nachvollziehen können“, sagte die Geschäftsleiterin der Stiftung, Sara Stalder. Minimal- und Maximalpreise müssten offengelegt werden, damit sie vergleichbar seien. Zudem bräuchte es faire Rückerstattungsbedingungen ohne zusätzliche kostenpflichtige Versicherung. Die Gebiete Aletsch Arena, Chäserrugg, Crans-Montana, Engadin St. Moritz, Gstaad oder Zermatt bieten weder nach einem Unfall oder bei Krankheit noch bei eingeschränktem Skibetrieb eine Rückerstattung oder einen Umtausch der Tickets an.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt