Der Türke, der mit einem Opel Vectra in einem Autoreisezug vom türkischen Edirne nach Villach gefahren ist, sagt nur: "Ich weiß von nichts!" Und das, wohl aus Angst vor der Drogenmafia, die den Herointransport durch Kärnten eingefädelt haben dürfte.
Beinahe wertlose Antiquitäten
Die Mitreisenden des Drogenkuriers, ein pensionierter türkischer Goldschmied (64) sowie dessen Frau (57) – sie ist deutsche Staatsbürgerin, haben mit dem Drogenschmuggel nichts zu tun. Ein Ermittler: "Die beiden hatten den 31-Jährigen in Edirne angesprochen und um eine Mitfahrgelegenheit nach Deutschland gebeten, weil sie Probleme mit ihrem Auto hatten." Die Antiquitäten des Paares – Münzen, ein Statuen-Kopf, eine Öllampe und zwei Ikonen – sind laut Experten des Landesmuseums "Massenware": "Das kriegt man in der Türkei auf jedem Basar."
Kripo Chef Gottlieb Türk erklärt, warum der Zugriff erst knapp vor der deutschen Grenze erfolgt ist: "Wir wollten sehen, ob es Abnehmer in Österreich gibt."
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