24.08.2020 09:14 |

Bei Covid-Einsatz

Neun Tote nach Explosionen auf den Philippinen

Zwei starke Explosionen haben eine südlich gelegene Insel auf den Philippinen erschüttert: Mindestens neun Menschen kamen dabei ums Leben, darunter fünf Soldaten. 16 Menschen wurden verletzt. Die Einsatzkräfte waren gerade bei einem Einsatz gegen das neuartige Coronavirus zu Gange, als der Anschlag verübt wurde, berichtete die „New York Times“.

Die Explosionen geschahen in der dicht besiedelten Stadt Jolo auf der gleichnamigen philippinischen Insel. Bei dem Ort handelt es sich um eine bekannte Hochburg der Extremistengruppe Abu Sayyaf.

Gegen Mittag kam es zu einer „heftigen Explosion“ nahe dem Stadtplatz, berichtete ein Sprecher einer Anti-Terror-Einheit. Ein neben einem Militärfahrzeug geparktes Motorrad, auf dem Sprengstoff befestigt war, war laut Rotem Kreuz in die Luft gegangen. Kurz darauf kam es zu einer weiteren Explosion nahe einer Kathedrale, wo erst im vergangenen Jahr 23 Menschen bei einem Anschlag getötet wurden.

Extremistenanführer stellte sich der Polizei
Erst vor zehn Tagen hatte sich ein Anführer von Abu Sayyaf der Polizei gestellt. Anduljihad Susukan wird vorgeworfen, für Entführungen und Enthauptungen ausländischer Geiseln mit verantwortlich zu sein. Er hatte sich in Davao City auf der Insel Mindanao nach Verhandlungen gestellt. Der Islamist hatte dort zuvor medizinische Hilfe gesucht. Dem Festgenommenen werden den Angaben zufolge 23 Morde, fünf Entführungen und sechs versuchte Morde vorgeworfen.

Abu Sayyaf wird für einige der schwersten Terrorangriffe und Entführungen auf den Philippinen verantwortlich gemacht. Die Miliz versucht seit Langem, mit Entführungen und Lösegeldzahlungen ihren bewaffneten Kampf zu finanzieren.

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