24.08.2020 05:00 |

Krampfadern

So vermeiden Sie Hitzestress für die Gefäße

Klettert die Anzeige des Thermometers steil in die Höhe, belastet dies auch unsere Venen. Schon einfache Maßnahmen können helfen, Beschwerden, wie etwa Beinschmerzen vorzubeugen.

Bei hohen Temperaturen erweitern sich die Gefäße, das Blut fließt langsamer und staut sich in den Beinen. Bei schwachen Venen kann dies dazu führen, dass die Venenklappen nicht mehr richtig schließen und Flüssigkeit in das umliegende Gewebe austritt. Erste Symptome sind geschwollene, schwere Beine, Hitzegefühl, Rötungen sowie nächtliche Wadenkrämpfe. Begünstigt wird auch die Bildung von Besenreisern, Krampfadern, aber bisweilen auch tiefen Beinvenenthrombosen. „Eine einfache Ultraschalluntersuchung gibt zumeist schon sehr guten Aufschluss über den Zustand der Beinvenen und der Venenklappen“, erläutert Internist und Angiologe Prim. Dr. Thomas Maca, Leiter der Internen Abteilung III am Evangelischen Krankenhaus.

Mit einfachen Maßnahmen unterstützen Sie Ihre Gefäße. Als hilfreich erweisen sich laut Experten tägliches Gehen, Marschieren oder Nordic Walking - am besten in den kühleren Morgen- oder Abendstunden -, aber auch das Tragen von entlastenden Stützstrümpfen. Venen, die das Blut zum Herzen pumpen, sind dabei auf die Wadenmuskeln angewiesen. Diese helfen durch den bei Bewegung entstehenden Druck, das Blut entgegen der Schwerkraft nach oben zu transportieren und einen Stau zu vermeiden.

Für Vielsitzer empfiehlt sich zwischendurch gezielte Fußgymnastik, die auch am Schreibtisch leicht durchführbar ist: Fersen auf den Boden stellen und Zehen weit nach oben ziehen. Dadurch spannt sich der Wadenmuskel und drückt das Blut hinauf. Sind die Beine stark geschwollen, legen Sie sich rücklings auf den Boden, strecken die Beine in die Luft oder stützen die Fersen an einer Wand beziehungsweise Türe ab. So fließt das „abgesackte“ Blut zum Herzen zurück, und die Gefäße werden wieder entlastet. Viel trinken, leichte, ballaststoffreiche Ernährung, das Tragen bequemer Kleidung, kühle Beinduschen sowie das Vermeiden von ausgiebiger Sonnenbestrahlung tragen ebenfalls dazu bei, die Beschwerden zu lindern bzw. zu verhindern.

Regina Modl, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 08. Dezember 2021
Wetter Symbol