15.08.2020 08:07 |

Festnahme in Rio

Betrieb Kinderporno-Studio: Deutscher (73) in Haft

Nach der Durchsuchung eines Studios in Rio de Janeiro, in dem kinderpornografisches Material hergestellt wurde, ist ein Deutscher verhaftet worden. Das Studio sei in dem Haus des 73-jährigen Mannes im Westen der brasilianischen Metropole eingerichtet gewesen, hieß es in einer Polizeimitteilung, die mit erschütternden Details aufwartete.

Demnach fanden die Beamten in dem Studio neben Kinderspielzeug mehrere „sadomasochistische Objekte, die zum Filmen von Kindern und Jugendlichen verwendet wurden“, sowie 30.000 Videos. „Das war ein Schock“, zitierte das Nachrichtenportal „G1“ einen Polizeikommissar. „Ich habe noch nie so etwas Bizarres, Aggressives gesehen.“

Kinder unterschiedlichen Alters seien in dem Studio fotografiert und gefilmt worden, die Opfer stammen aus den Gemeinden von Santissimo. Die Mutter von zwei zwölf und 14 Jahre alten Mädchen brachte die Ermittler demnach auf die Spur des Mannes. Sie dürften zu den Missbrauchten gehören.

73-Jähriger verletzte sich auf seiner kurzen Flucht
Die Festnahme habe am Donnerstagabend im Großraum der brasilianischen Metropole stattgefunden, bestätigte ein Sprecher der Zivilpolizei der Deutschen Presse-Agentur. Laut dem Nachrichtenportal habe sich der 73-Jährige bei seiner Verhaftung verletzt, als er versucht habe zu fliehen.

Videos vor allem in Europa verkauft
Die Polizei untersucht nun, wer die Abnehmer der Videos waren. Diese sollen laut „G1“ per Darknet an Kunden in der ganzen Welt, vor allem in Europa einschließlich Deutschland, verkauft worden sein. Bei den Ermittlungen, die von der deutschen Bundespolizei unterstützt werden, geht es auch um die Beteiligung des Mannes an Sextourismus mit Kindern und Jugendlichen als Opfer. Der 73-Jährige betreibt dem Bericht zufolge für diese Zwecke auch ein Reisebüro.

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