Nicht schuldfähig?

Eigene Mutter (81) getötet: Einweisung beantragt

Die Staatsanwaltschaft Steyr hat bezüglich jenes 46-Jährigen, der Ende April im oberösterreichischen Kronstorf seine 81-jährige Mutter erschossen haben soll, einen Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gestellt.

Ein Geschworenengericht werde im Herbst über die Einweisung entscheiden. Grundlage für den Antrag der Staatsanwaltschaft ist ein psychiatrisches Gerichtsgutachten, wonach der Mann zum Tatzeitpunkt zurechnungsunfähig und damit nicht schuldfähig war. Die Ermittlungen gegen ihn waren ursprünglich wegen des Vorwurfs des Mordes geführt worden. Nur wenige Stunden vor der Tat war er von einem Amtsarzt aber nicht als Gefahr eingestuft worden.

Amtsarzt vorgeführt
Grund für die Untersuchung war, dass der 46-Jährige trotz Corona-Einschränkungen nach Salzburg zum Flughafen fahren wollte, um „Urlaub in den USA“ zu machen. Unterwegs sei er dann stehen geblieben, habe sich nackt ausgezogen und sei so durch die Gegend gelaufen. Die Polizei habe ihn daraufhin einem Amtsarzt vorgeführt.

Zwei Schüsse
Der Landwirt hatte nach der Tat angeben, mit einem Kleinkalibergewehr, das er legal besitzt, zweimal auf die 81-Jährige geschossen zu haben. Laut Obduktion war der zweite Schuss tödlich. Hintergrund sollen ständige Vorwürfe der Mutter gewesen sein, dass der Beschuldigte keine Frau finde und es damit auch keinen Hoferben gebe. Nach der Tat verständigte der Mann über Notruf die Polizei und gestand die Tat. Als die Beamten kamen, wartete er bereits vor dem Haus und ließ sich widerstandslos festnehmen.

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Samstag, 19. September 2020
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