03.08.2020 12:26 |

Tausende bedroht

Großbrand östlich von Los Angeles außer Kontrolle

In zwei Bezirken rund 130 Kilometer östlich der Metropole Los Angeles tobt seit Freitag ein schweres Feuer. Und der erste große Waldbrand des Jahres im US-Bundesstaat Kalifornien breitet sich weiter aus. Bis dato fielen den Flammen mehr als 80 Quadratkilometer Buschland zum Opfer. Das Feuer kam auch mehreren Siedlungen gefährlich nahe, 8000 Einwohner wurden deshalb aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Betroffen sind die Bezirke Riverside und San Bernardino östlich von Los Angeles. Rund 2200 Feuerwehrleute kämpften mit Unterstützung von Löschhubschraubern gegen die Flammen, teilte die Forstverwaltung am Sonntag mit. Das Feuer dehnte sich auf steilen und für die Einsatzkräfte unzugänglichen Hügeln aus. Auch Hitze, große Trockenheit und starker Wind erschwerten die Löscharbeiten. An den Wetterverhältnissen werde sich in den kommenden Tagen nichts ändern, warnten Meteorologen.

Starke Winde machen Feuer unberechenbar
Das sogenannte Apple Fire war am Freitagnachmittag ausgebrochen. Über dem Gebiet ist eine dichte Rauchwolke zu sehen. Diese generiere selbst starke Winde und verbreite die Funken in alle Richtungen. Dies mache das Feuer unberechenbar, sagte eine Sprecherin des San-Bernardino-Nationalforsts im Süden Kaliforniens der „Los Angeles Times“. „Unsere Sorge ist, dass die Feuerwehrleute nicht kontrollieren können, was diese Rauchwolke tut“, fügte sie hinzu.

Behörden schließen Brandstiftung nicht aus
Bis zum Sonntagabend (Ortszeit) habe das Feuer nur zu fünf Prozent unter Kontrolle gebracht werden können, heißt es. Die Ursache für den Ausbruch des Brandes steht noch nicht fest, die Behörden schließen eigenen Angaben zufolge aber Brandstiftung nicht aus.

Brände in Kalifornien sind - vor allem im Herbst - nicht unüblich, weil dann die berüchtigten Santa-Ana-Winde besonders stark wehen. Im November 2018 hatte das verheerende „Camp“-Feuer den Ort Paradise (Bild oben) nördlich von San Francisco fast völlig zerstört. 85 Menschen starben, Zehntausende wurden obdachlos. Es war das Feuer mit den bisher meisten Opfern in der Geschichte des Bundesstaates.

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