Die Ermittler rätseln, wie es den Kriminellen gelingen konnte, in das Firmennetzwerk des großen Konzerns, der eine Filiale in Kärnten betreibt, einzudringen.
"In Deutschland läuft derzeit ein ähnlicher Angriff mit vermutlich denselben Tätern", weiß ein Ermittler des Landeskriminalamtes.
Die Spezialisten gehen davon aus, dass eine Spionage-Software (ein "Trojaner") in das Computernetzwerk eingeschleust wurde. Damit können die Täter die Kreditkarten-Daten der Firmenkunden ausspähen. "Binnen 24 Stunden erfolgt dann ein Testkauf der Kriminellen", so der Experte weiter.
Funktionieren die Codes, wird eine Kopie der Karte angefertigt und schließlich um viel Geld auf dem Schwarzmarkt verkauft. Damit können Verbrecher weltweit auf Einkaufstour gehen – die Rechnung dafür bekommt der Kreditkartenbesitzer.
Die Ermittler haben eine erste Spur zu den Hintermännern des Spionage-Angriffs in die USA und nach England aufgenommen. Es herrscht größte Geheimhaltung. Das Ausmaß des Datendiebstahls ist unklar.
von Thomas Leitner und Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
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