Die Frau soll wie eine Verrückte gefahren sein, die Beschwerden ihrer Passagiere ignoriert haben. "Sie hat uns auch im Auto eingesperrt!", warfen die Männer der 49-Jährigen vor. "Stimmt", seufzt diese beim Prozess vor Richter Manfred Herrnhofer. "Der Mercedes hat nämlich eine elektronische Verriegelung."
So konnten die ÖBB-Arbeiter nichts tun, als zu hoffen, dass sie letztlich unfallfrei in Villach landen würden. Was auch geschah – die Polizei wartete mit dem Alkotest, der 0,82 Promille ergab. "Ich hatte in der Nacht zuvor gefeiert und nicht geschlafen, bin zu spät gekommen, die Leute haben sich aufgeregt – so ergab eines das andere", gibt die Beschuldigte zu. "Es tut mir leid. Ich verspreche, dass ich das nie wieder mache!"
Der Herr Rat glaubt der zierlichen, unbescholtenen Person: vier Monate bedingt wegen Gefährdung und Freiheitsentziehung. Dazu gibt's aber noch einen Führerscheinentzug und 1.100 Euro Geldstrafe im Verwaltungsverfahren.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.