Durch Tunnel gerast

Alkolenkerin sperrte Passagiere einfach im Auto ein

Kärnten
14.09.2010 07:29
Um ihr Leben gezittert haben drei ÖBB-Mitarbeiter am Rücksitz eines Autos, das sie von Slowenien nach Villach bringen sollte. Denn die Lenkerin war betrunken, schlingerte mit dem Mercedes sogar im Karawankentunnel auf die Gegenfahrbahn. Und sie weigerte sich beharrlich, stehen zu bleiben!

Die Frau soll wie eine Verrückte gefahren sein, die Beschwerden ihrer Passagiere ignoriert haben. "Sie hat uns auch im Auto eingesperrt!", warfen die Männer der 49-Jährigen vor. "Stimmt", seufzt diese beim Prozess vor Richter Manfred Herrnhofer. "Der Mercedes hat nämlich eine elektronische Verriegelung."

So konnten die ÖBB-Arbeiter nichts tun, als zu hoffen, dass sie letztlich unfallfrei in Villach landen würden. Was auch geschah – die Polizei wartete mit dem Alkotest, der 0,82 Promille ergab. "Ich hatte in der Nacht zuvor gefeiert und nicht geschlafen, bin zu spät gekommen, die Leute haben sich aufgeregt – so ergab eines das andere", gibt die Beschuldigte zu. "Es tut mir leid. Ich verspreche, dass ich das nie wieder mache!"

Der Herr Rat glaubt der zierlichen, unbescholtenen Person: vier Monate bedingt wegen Gefährdung und Freiheitsentziehung. Dazu gibt's aber noch einen Führerscheinentzug und 1.100 Euro Geldstrafe im Verwaltungsverfahren.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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