Angst vor Nachteilen

InterSky protestiert gegen Abgabe für Luftverkehr

Vorarlberg
04.09.2010 09:48
Die Vorarlberger Fluglinie "InterSky", deren Heimatflughafen in Friedrichshafen ist, protestiert gegen die neue Luftverkehrsabgabe der deutschen Bundesregierung. Man sehe Wettbewerbsnachteile, so Geschäftsführer Claus Bernatzik am Freitag. Die Kosten müsse InterSky, wie andere Airlines auch, an die Fluggäste weitergeben, da es im großen Preiswettbewerb der Fluglinien kaum Spielraum gebe.

"Für keine andere Branche kommt es derzeit so knüppeldick wie für die Luftfahrt. Zuerst die Finanzkrise, dann ein Vulkan und jetzt auch noch eine Luftverkehrsabgabe", klagte der Geschäftsführer. Die Besteuerung bedeute einen Wettbewerbsnachteil für die deutschen Fluglinien. Hinsichtlich eines weiteren wirtschaftlichen Aufschwungs sei die Steuer kontraproduktiv. Laut InterSky steht kein ökologisches Engagement Deutschlands dahinter, man wolle vielmehr die leeren Kassen füllen.

Die viel kritisierte Luftverkehrsabgabe gehört zum Sparpaket des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) und soll dem Bund im Jahr eine Milliarde Euro bringen. Vorgesehen ist, Flüge ab 2011 in drei Stufen zwischen 8 und 45 Euro zu belasten.

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