25.06.2020 09:36 |

Mallnitz + Weissensee

Autofreier Tourismus in Kärnten ist ein Vorbild

Vor Corona verursachten Urlaubsreisen der Österreicher fast vier Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr; zwei Drittel durch Flugreisen. Ein Österreich-Urlaub mit dem Pkw belastet das Klima um 90 Prozent weniger als ein Spanien-Flug. Noch klimafreundlicher ist ein Inlandsurlaub mit der Bahn. Autofreie Angebote sind ein großes Potential für den Tourismus. Vorreiter sind dabei Mallnitz und Weissensee.

Das Umweltbundesamt hat für verschiedene Destinationen die CO2-Bilanz berechnet. So verursacht eine Woche Österreich-Urlaub bei einer Autostrecke von 500 Kilometern rund 160 Kilogramm CO2 pro Person, eine Woche Italien-Urlaub mit dem Auto bei einer Anreise von 750 Kilometern 300 Kilogramm CO2 und eine Flugreise nach Spanien bei einer Distanz von 1.500 Kilometern mit fast 1.530 Kg sogar neunmal so viel Emissionen.

Klimabilanz verbessern und Verkehrsbelastung reduzieren
Wer mit der Bahn auf Österreich-Urlaub fährt, reduziert im Vergleich zum Auto die Emissionen um 40 Prozent. Ein gutes öffentliches Verkehrsangebot vor Ort trägt wesentlich zur Verbesserung der Klimabilanz des Urlaubs bei und hilft, die Verkehrsbelastung in der Urlaubsregion zu reduzieren.

Immer mehr Regionen setzen daher auf attraktive öffentliche Verkehrsangebote. Vorbildlich sind die Angebote der touristischen Mobilitätszentralen in Kärnten. Die Anreise mit der Bahn wird beworben, Urlaubsgäste mit Shuttlebussen zur Unterkunft chauffiert.

Kärntens „Alpine Pearls“ sind Vorbild
Die autofreien Urlaubsangebote der „Alpine Pearls“ Mallnitz und Weissensee sind Vorreiter, betont VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. „Durch die Klimakrise wird autofreier Tourismus bedeutender. Für Österreichs Tourismus ist das auch aus ökonomischer Sicht eine große Chance, die es zu nutzen gilt.“
VCÖ-Informationen zum Klimafaktor Reisen

 Kärntner Krone
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