Bereits am Samstagvormittag stauten sich Kolonnen in Richtung Süden. Betroffen waren neben der Inntal- auch die Brennerautobahn sowie die Fernpassstrecke. "Zu viele Fahrzeuge", zuckten Verkehrspolizisten die Schulter, "auch mögliche Ausweichstrecken waren voll."
Dazu kam noch das Schlechtwetter, das am Samstag viele Tirol-Urlauber nutzen wollten, um aus den Tälern nach Innsbruck zu gelangen. Erhebliche Staus wurden etwa im Zillertal und Stubaital gemeldet. Erschwert wurde die Situation zudem durch regennasse Fahrbahnen, auf denen sich viele Unfälle ereigneten. Auch der Sonntag brachte keinerlei Entspannung. Harald Lasser von der Verkehrsleitzentrale des ÖAMTC: "Am Vormittag war der Verkehr Richtung Süden extrem stark, ab Mittag rollte auch der Rückreiseverkehr in den Norden. Der größte von uns registrierte Stau war auf der Brenner-Bundesstraße mit 14 Kilometern - bedingt durch den Ötztal-Radmarathon. Auf der Fernpass-Strecke galt sowohl im Lermooser Tunnel als auch im Grenztunnel bei Füssen Blockabfertigung."
Genervte Autofahrer berichteten der "Krone", dass sie Samstag von Innsbruck bis zum Gardasee sechs (!) Stunden benötigten. Laut einem Internet-Routenplaner sind es von Innsbruck bis Riva am Gardasee 221 Kilometer, die berechnete Fahrzeit dafür 2:23 Stunden. Auch für die nächsten Wochenenden erwarten Verkehrsexperten wieder Staus in Tirol: "Die Nachsaison wird für die Fahrt in den Süden seit Jahren immer beliebter."
von Günther Krauthackl, Tiroler Krone
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