10.06.2020 21:39 |

Spielzeug, Wein etc.

325 Millionen € Schaden durch nachgemachte Waren

15 Milliarden Euro an Staatseinnahmen gehen den EU-Mitgliedsländern jedes Jahr durch gefälschte Produkte verloren. Für Österreich bedeutet das ein Minus von 325 Millionen Euro, so ein aktueller Bericht des EU-Markenamtes EUIPO.

Besonders beliebt sind Kosmetika - in Österreich entgehen der Branche so 10,7 Prozent des gesamten Umsatzes. In absoluten Zahlen ist das ein Minus von 207 Millionen Euro, um 62 Millionen Euro mehr als bei der letzten Erhebung. Zum finanziellen Schaden kommt der gesundheitliche: 97 Prozent der erfassten Ware können ein Risiko für Konsumenten darstellen - etwa Babyartikel.

Grafik: Welche Kosten entstehen Österreich durch Fälschungen?

EUIPO und OECD (Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) schätzen, dass Marken- und Urheberrechtsverletzungen im internationalen Handel im Jahr 2016 bis zu 3,3 Prozent des Welthandels ausgemacht haben könnten. Bis zu 6,8 Prozent der EU-Importe, also 121 Milliarden Euro pro Jahr, seien Produktfälschungen.

671.000 legale Arbeitsplätze verloren gegangen
Mehreren Studien zufolge, die in elf Wirtschaftssektoren durchgeführt wurden, sind den Unternehmen in der EU im Zeitraum 2013 bis 2017 durch Produktfälschungen durchschnittlich 83 Milliarden Euro pro Jahr entgangen und 671.000 legale Arbeitsplätze sind verloren gegangen. Vor einem Jahr hatte die EU-Behörde den Schaden mit EU-weit 60 Mrd. Euro beziffert. Die EU-Agentur EUIPO hat ihren Sitz in Alicante (Spanien). Sie ist für die Eintragung von Marken und Geschmacksmustern verantwortlich.

Kronen Zeitung/krone.at

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