Anti-Atom-Sprecherin:

„Störfälle aufklären und AKW Temelín stilllegen“

„Volle Transparenz bei Störfällen ist die Pflicht, das Aus für Temelín ist das Ziel“, bekräftigt Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer, die Anti-Atom-Sprecherin des SPÖ-Klubs. Entsprechende Briefe hat sie an Mitglieder der Bundesregierung geschrieben. Im Umweltministerium vertröstet man aber.

Trotz des Störfalls (eine Notabschaltung) vom 15. Mai wurde Reaktor Eins von Temelín, seit fast 20 Jahren in Betrieb, wieder hochgefahren. Was nicht nur SPÖ-Politikerin Gerda Weichsler-Hauer unverantwortlich und bedrohlich findet. „Ich rufe Sie als zuständige Bundesministerin daher auf, bei den tschechischen Behörden und Amtsträgern mit Nachdruck die genauen Hintergründe für die Störung zu eruieren und gegenüber der Bevölkerung Österreichs in Folge für vollste Aufklärung zu sorgen“, schreibt diese etwa an Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne).

Abschaltung bis zur Aufklärung
Eine Abschaltung zumindest bis zur Aufklärung der genauen Umstände und einer notwendigen Ursachenbehebung müsse das österreichische Mindestziel sein. Denn: „Als unmittelbarer Anrainerstaat wäre Österreich und insbesondere das Bundesland Oberösterreich von einem atomaren Unfall in Temelín ganz besonders betroffen.“

“Dauert Monate“
Somit müsste der eine von den beiden Temelín-Blöcken lange stillstehen, denn „eine detaillierte Ursachenanalyse dauert erfahrungsgemäß Wochen bis Monate“, erfuhr die Krone im Umweltministerium.

 OÖ-Krone
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