26.05.2020 13:35 |

Neue Rekorde erwartet

Weltwetterorganisation warnt vor einem Hitzesommer

Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor einem Hitzesommer in der nördlichen Hemisphäre, der Temperaturrekorde brechen könnte. Schon in den Anfangsmonaten des heurigen Jahres deute alles darauf hin, dass 2020 eines der heißesten Jahre seit Beginn der Messungen werde, sagte WMO-Sprecherin Clare Nullis am Dienstag in Genf.

Städte und Gemeinden müssten sich jetzt vorbereiten, um Menschen zu schützen - auch, wenn die Coronavirus-Pandemie dies komplizierter mache. In anderen Jahren sei Menschen in überhitzten Wohnungen empfohlen worden, zum Beispiel gekühlte Einkaufszentren aufzusuchen. Nachbarn wurden aufgefordert, Alleinlebende und möglicherweise Gefährdete regelmäßig zu besuchen.

Dagegen sprächen nun viele Corona-Ratschläge, etwa der, möglichst zu Hause zu bleiben. Zudem könnten sich Krankenhäuser weniger gut auf Patienten mit Hitzschlag einstellen, weil sie Covid-19-Patienten behandeln müssen. Die WMO bietet zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Partnern online ein Informationspaket mit Ideen an. Darin werden gute Beispiele aus vielen Ländern präsentiert.

Unter anderem wird eine Broschüre des deutschen Umweltbundesamtes hervorgehoben, die bei Hitze unter anderem empfiehlt, draußen möglichst einen breitkrempigen Hut zu tragen, genügend zu trinken, kühles Wasser über die Handgelenke laufen zu lassen, feuchtkühle Kompressen auf Stirn oder Nacken zu legen, Füße und Rücken mit Franzbranntwein einzureiben sowie Elektrogeräte und künstliche Beleuchtung als Wärmequelle öfter auszuschalten.

Vorjahr war drittwärmstes Jahr der Messgeschichte
Wie der „Klimastatusbericht 2019“ offenbart, war das vergangene Jahr das drittwärmste Jahr der Messgeschichte in Österreich - und die reicht immerhin über 250 Jahre zurück. Die Durchschnittstemperatur lag 2,3 Grad Celsius über jener der Jahre 1961 bis 1990. Insgesamt gab es in Österreich in den vergangenen Jahren einen „markanten Anstieg“ der Temperaturen, der im Gegensatz zu den Erwärmungen etwa in den 1990er-Jahren vielfach schon deutlich spürbare Auswirkungen mit sich bringt.

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