Coronavirus in OÖ

„Oft nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein“

Geschäftssperren, verschobene Hochzeiten, abgesagte Events: Die Kleinunternehmer in Oberösterreich kämpfen mit den Folgen der Coronakrise. Der von der Bundesregierung ins Leben gerufene Härtefallfonds ist meist nicht einmal „Tropfen auf dem heißen Stein“. Hilfen greifen zu wenig.

Manfred Lamplmair trägt ein breites Lachen - in Form einer Maske, die das Rudy-Games-Team in der Krise entwarf. Dabei ist es bei den Linzern nicht nur lustig, nachdem das Ostergeschäft im stationären Handel aufgrund der Geschäftssperren weggebrochen war.

Hilfspaket des Land OÖ greift schnell unter die Arme
Lamplmair ist einer von vielen Kleinunternehmern in unserem Bundesland, die sich von den Hilfspaketen der Bundesregierung viel erhofft hatten und enttäuscht wurden. „Das Land Oberösterreich hilft dafür mit dem Hilfspaket unbürokratisch“, betont Lamplmair.

Frust ist groß
Anders der Härtefallfonds, bei dem nach Antragsstellung bei der Wirtschaftskammer in Phase 1 500 beziehungsweise 1000 € an 18.784 Unternehmer in Oberösterreich ausbezahlt wurden. Dieser lässt bei vielen Unternehmern Frust aufkommen. „Das Geld ist oft nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so Isabella Woldrich, Psychologin und Kabarettistin. Sandra Gehmair, Fotografin aus Wels, erhält in der Phase 2 des Fonds nur einen Anteil, da sie nach Krisenbeginn Zahlungseingänge von Kunden hatte.

Steuerstunden verschieben das Problem nur auf später
Die „Kleinen“ krempeln die Ärmel hoch: Kosmetiker Oliver Aschauer versucht im Alleingang seinen Betrieb wieder auf die vollständige Öffnung vorzubereiten. Die Linzer Süßwarenmanufaktur Naschkatze baut auf den Online-Vertrieb. Ob Steuerstundungen helfen? „Sie verschieben das eigentliche Problem nur auf später“, winkt Florian Knogler, Inhaber der Werbeagentur Zunder, ab.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Sonntag, 07. Juni 2020
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