03.04.2020 09:30 |

Verinzelte Regelbrüche

Nach Quarantäne: Im Innergebirg kehrt nun Ruhe ein

In manchen Gemeinden muss die Polizei derzeit verstärkt Präsenz zeigen. Bürgermeister haben sich mit der Bitte um weitere Kontrollen an die Exekutive gewandt. In Altenmarkt hat die Quarantäne dagegen Wirkung gezeigt.

Es braucht immer wieder kleine Anstrengungen, damit sich die Leute an die Verordnungen halten“, sagt Bischofshofens Bürgermeister Hansjörg Obinger. Zwar halte sich die Bevölkerung in der Pongauer Stadt grundsätzlich an die derzeit geltenden Regeln, dennoch hat auch Obinger die Polizei nun um verstärkte Kontrollen in Bischofshofen gebeten. Jugendliche hatten sich laut ihm in Gruppen getroffen. „Ich stehe darum in enger Abstimmung mit der Exekutive“, erklärt Obinger. Auch im abgeriegelten Großarl hat Ortschef Johann Rohrmoser die Polizei um verstärkte Präsenz gebeten. „Es geht jedoch um Einzelfälle. Wir wollen nicht schwarzmalen“, meint Rohrmoser.

Im ebenfalls abgeriegelten Altenmarkt spricht Ortschef Rupert Winter dagegen von einer deutlichen Besserung durch die Quarantäne. „Ab Mitte der Woche haben wir keine Probleme mehr gehabt“, sagt Winter. Auch in dem Pongauer Ort hatten sich Jugendliche in Gruppen im Freien getroffen. Vor der Abschottung seien nicht alle Gemeindebewohner zur Einhaltung der Regeln bereit gewesen, so Winter.

Auch Saalbachs Oberhaupt Alois Hasenauer sprach am Dienstag in der „Krone“ von vereinzelten schwarzen Schafen. „Ich hoffe, dass die Quarantäne nun ihre Wirkung zeigt“, sagt Hasenauer. Derzeit halte sich die Bevölkerung jedoch vorbildlich an die Anordnungen der Behörden.

349 Anzeigen erstattete die Polizei bisher landesweit. „In Relation zur Einwohnerzahl ist das noch immer eine sehr kleine Menge“, so Polizeisprecher Hans Wolfgruber.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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