Täter ausgeforscht

Geschändetes Denkmal: Stadel als Treffpunkt für Nazis

Kärnten
31.07.2010 10:41
Ein Stadel in Villach-St. Ruprecht ist das Hauptquartier für Neonazis gewesen. In der Scheune, die offiziell als "Proberaum" galt, wurden rechtsradikale Lieder gesungen, Videos gezeigt, Infomaterial verteilt. Zur Gruppe gehörten fünf Jugendliche, denen die Polizei auch die Schändung des "Denkmals der Namen" nachweisen konnte.

Die Gedenktafeln in Villach waren im Vorjahr und heuer 15 Mal beschädigt worden. Der Verantwortliche für die jüngste Sachbeschädigung hat sich ja, wie berichtet, selbst gestellt. Mittlerweile gelang es, weitere fünf Vorfälle zu klären.

Gezielte Angriffe von Neonazi-Gruppe
Verantwortlich dafür sind fünf Burschen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren. Sie haben im Vorjahr und heuer Anschläge verübt. Und das nicht aus Jux oder im Rausch. Die Angriffe erfolgten gezielt. Die Lehrlinge und Oberstufenschüler sind Mitglieder einer Neonazi-Gruppe in St. Ruprecht.

Von "Offizieren" angeheuert
Als die Polizei im März ihr Hauptquartier stürmte, waren die Beamten entsetzt: Im Proberaum, wie er offiziell deklariert worden war, fanden sie Hakenkreuze, SS-Fahnen, Informationsmaterial, Videobänder und sogar Liederbücher mit einschlägigen Noten und Texten. Der Gruppe gehören mehrere Jugendliche an; die Jüngsten unter ihnen sind erst 15 Jahre alt. Sie waren von älteren "Offizieren" angeheuert worden. Der Staatsanwalt ermittelt.

von Serina Babka, "Kärntner Krone"
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