18.03.2020 17:36 |

Höchst gefährdet:

Virologe fordert Schutz für Supermarktmitarbeiter

Der deutsche Virologe Alexander Kekule hat für Mitarbeiter in Supermärkten und andere Dienstleister OP-Mundschutz gefordert. „Es gibt Menschen, die einfach Aufgaben haben, bei denen sie automatisch mit anderen in Kontakt kommen und die sich nicht zu Hause einsperren können“, sagte Kekule am Mittwoch im Mitteldeutschen Rundfunk.

„Für die bräuchten wir wesentlich konkretere Anweisungen und Empfehlungen“, forderte der Virologe. „Auf jeden Fall wäre es dringend notwendig, dass zumindest der normale OP-Mundschutz für solche Menschen zur Verfügung steht und dass man auch ein kleines Training macht, wie man sich verhält“, sagte der Virologe.

„Viren fliegen nur so hin und her“
Kekule wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Viren nur so hin und her flögen, wenn zum Beispiel zwei Menschen in einem Meter Abstand laut miteinander diskutierten. Kekule schloss sich zudem Ärzte-Appellen an Länder und Kommunen an, spezielle Corona-Kliniken einzurichten. „Man muss sich überlegen, welche Krankenhäuser hält man eigentlich frei von diesen Infektionen - da ist es mein dringender Vorschlag, dass man die Universitätskliniken, also die Krankenhäuser, die Maximalversorgung betreiben, wirklich frei hält.“ Diese würden dringend etwa für Verkehrsunfälle oder Herzinfarkte gebraucht.

Andere Krankenhäuser sollten geleert und dann nur noch für Corona-Patienten genutzt werden. Als Beispiele nannte Kekule Schönheitskliniken oder Kreiskrankenhäuser. „Man muss jetzt ganz schnell sein und Improvisationstalent haben.“

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