09.03.2020 13:17 |

„Bußgeld“ kassiert

„Polizisten“ zockten Chinesen mit Atemmasken ab

Der Coronavirus lässt bei so manchem Menschen auch die kriminelle Energie erwachen. So haben falsche Polizisten in Paris von Chinesen mit Atemmasken „Bußgelder“ kassiert und dies mit dem Burka-Verbot begründet. Die chinesische Botschaft in Paris warnte am Montag vor einer Masche, auf die mehrere Studenten aus der Volksrepublik hereingefallen seien.

Die Kriminellen hätten sich als Polizeibeamte ausgegeben und auf das geltende Verbot der Gesichtsverschleierung verwiesen, das unter anderem Burkas umfasst. Die Studenten hätten jeweils 150 Euro gezahlt. Die Kriminellen machten sich dabei zunutze, dass in Frankreich kaum Bürger mit Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit zu sehen sind. Die französische Regierung rät der Allgemeinheit vom Tragen ab.

In Apotheken sind die Schutzmasken nur noch auf ärztliches Rezept und für Gesundheitspersonal erhältlich, seitdem Präsident Emmanuel Macron die Bestände hat beschlagnahmen lassen. Damit will die Regierung verhindern, dass die Masken bei Ärzten und in Krankenhäusern fehlen.

Japanischer Politiker versteigerte Atemschutzmasken
In Japan musste sich indessen der Politiker Hiroyuki Morota für seine höchst umstrittene Atemschutzmasken-Auktionen inmitten der Coronavirus-Krise entschuldigen. Der Abgeordnete im Parlament der Präfektur Shizuoka und Inhaber eines Unternehmens sagte am Montag, er habe zwar keinen „ungerechtfertigten“ Profit erzielt, seine Versteigerungen hätten jedoch zu einem unpassenden Zeitpunkt stattgefunden.

Mit dem Verkauf der derzeit stark nachgefragten Atemschutzmasken hatte Morota mehr als 8,8 Millionen Yen (75.000 Euro) umgesetzt. Morota sagte, er habe Packungen mit bis zu 2000 Atemschutzmasken für jeweils 34.000 bis 170.000 Yen (284 Euro bis 1421 Euro) versteigert. Laut örtlichen Medien gab er an, die Masken vor zehn Jahren zu einem Stückpreis von 15 Yen (heute 0,13 Euro) in China gekauft und seither in seinem Unternehmen gelagert zu haben.

Rückzug als Unternehmenschef
„Es ist nicht so, dass ich ungerechtfertigte Gewinne erzielt habe“, betonte Morota in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. „Aber als Abgeordneter des Parlaments der Präfektur empfinde ich eine moralische Verantwortung.“ Als Konsequenz kündigte Morota seinen Rückzug als Chef seines Unternehmens an. Den Vorstandsposten übergab er seiner Frau. Auch eine Spende in Höhe seiner erzielten Gewinne ziehe er in Erwägung, sagte Morota. Abgeordneter im Parlament will er trotz der Affäre bleiben.

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