29.02.2020 16:23 |

Aufenthalt in Turin

Coronavirus-Fall in Sbg: Wienerin in Quarantäne

Beim ersten in Salzburg bestätigten Coronavirus-Fall handelt es sich um eine 36 Jahre alte Frau aus Wien. Diese befindet sich derzeit im Salzburger Pinzgau in häuslicher Quarantäne, wie am Samstagnachmittag bekannt gegeben wurde. Die Patientin hatte sich offenbar am letzten Wochenende in Turin befunden, war am Mittwoch von Wien nach Salzburg gefahren und hatte dort am Donnerstag Symptome entwickelt.

Wie es am Nachmittag seitens Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Juhasz bei einer Pressekonferenz hieß, hatte sich die Frau am vergangenen Wochenende in Turin, also einem Risikogebiet, aufgehalten. Nach drei Tagen in Wien sei sie dann am Mittwoch in einen Zug der Westbahn gestiegen und nach Salzburg - genauer nach Fusch an der Glocknerstraße - zu ihrem Lebensgefährten gefahren. In der Nacht auf Donnerstag habe sie dann Symptome entwickelt, wie es hieß.

Nur telefonisch um Hilfe gebeten
„Der Fall ist ideal abgelaufen“, so Juhasz. So habe die Patientin lediglich telefonisch um Hilfe gebeten, in der Folge sei dann ein Abstrich genommen und untersucht worden. Die 36-Jährige und ihre Lebensgefährten seien derzeit in häuslicher Quarantäne abgesondert. Die Wienerin weise Symptome eines grippalen Infekts auf, eine stationäre Aufnahme ins Krankenhaus sei derzeit nicht nötig, wurde versichert. Häusliche Quarantäne sei in diesem Fall der „beste Schutz“, so Stöckl. Auch betonte er die gute Zusammenarbeit der Behörden. Man sei gut aufgestellt, wurde versichert. 

Drei Kontaktpersonen aus der Familie ohne Symptome
Wie es weiter hieß, kam es in Wien offenbar zu keiner Weitergabe des Virus, da sie mit niemandem im Kontakt war, so Juhasz. Im Pinzgau habe es Kontakte zu drei weiteren Personen gegeben, diese stammen alle aus dem familiären Umfeld der Frau und seien sofort informiert worden. Symptome hätten die drei Personen - ihr Lebensgefährte sowie zwei weitere Familienmitglieder bislang aber nicht entwickelt. „Sie werden versorgt, sodass sie das Haus nicht verlassen müssen“, erklärte Juhasz. Gefragt nach einer möglichen Ansteckung im Zuge der Zugreise nach Salzburg erklärte die Landessanitätsdirektorin, dass die Frau keinerlei näheren Kontakt zu den Mitreisenden gehabt hätte. 

Zehn bestätigte Fälle
In Österreich gibt es damit laut aktuellem Stand zehn bestätigte Falle von Coronavirus-Infizierten. Zwei Fälle wurden am Samstag in Niederösterreich bekannt, einer in der Steiermark.

Vier weitere Fälle gibt es derzeit in der Bundeshauptstadt sowie zwei Coronavirus-Fälle in Tirol.

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