29.02.2020 11:25 |

Frau aus Oststeiermark

Corona-Patientin ging nochmal nach Hause

Nachdem Freitagnacht der erste Corona-Fall in der Steiermark bestätigt wurde, sind nun auch nähere Details zum Fall bekannt: Eine 52-jährige Oststeirerin begab sich selbst in ein Krankenhaus, ging dann nochmal nach Hause und wurde schließlich von einem Notdienst abgeholt. Nachdem zuerst nicht bekannt gegeben wurde, wo sie wohnt und in welchem Krankenhaus sie nun behandelt wird, ist laut „Steirerkrone“-Recherchen jetzt klar: Die Frau stammt aus der Oststeirermark und befindet sich in einem Grazer Spital. Die steirische Bevölkerung müsse sich jedoch nicht sorgen, alles sei unter Kontrolle, ein Krisenstab bespricht sich jeden Tag.

Aufgrund des Datenschutzes nannten die Behörden zunächst keine weiteren Informationen. Die 52-Jährige soll sich in Oberitalien infiziert haben, wo sie auf einer Messe war.

„Direkt ins Spital gekommen“
Allerdings habe die Frau nicht vorher das Gesundheitstelefon 1450 gerufen, wie Kages-Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg zur Presse sagte: „Die Patientin ist direkt ins Spital gekommen. Dort wurde die Untersuchung durchgeführt und festgestellt, dass sie positiv ist - allerdings ist sie zwischenzeitlich nach Hause gegangen, wie wir das mit allen diesen Patienten machen.“ Danach wurde sie von einem Spezial-Rettungsteam des Roten Kreuzes abgeholt.

Die engen Kontaktpersonen - also die Familie der Frau - seien angewiesen, zu Hause zu bleiben, sagte Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß. Ob es sich dabei um Schüler oder Studenten handelt, wurde nicht bekannt gegeben. Das soziale Umfeld der Frau wurde jedenfalls ermittelt, Kontaktpersonen müssen nun vorläufig zuhause bleiben. Alles habe wunderbar funktioniert und „wir geben derzeit wirklich alle unser Bestes.“

Enge Kontaktpersonen isoliert
Dass Kontaktpersonen der Frau nun weitere Leute anstecken, müsse niemand befürchten, versicherte Groß. „Ich ersuche Sie um Nachsicht, dass dazu keine weiteren Angaben gemacht werden können. Das hat den einfachen Grund, dass wir die Personen schützen müssen. Ich kann Ihnen versichern, dass die Erhebung - enger Kontakt, loser Kontakt - intensivst und umfassend festgestellt wird.“ Jeder Betroffene bekomme „auf die Person zugeschnittene Anordnungen, wie er sich zu verhalten hat“. Sie könnten auch behördlich abgesondert werden.

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Psychisch sei die Frau jedenfalls „gefasst“, sie werde gut versorgt und habe erhöhte Temperatur, sagte Tscheliessnigg. Alle Spitäler hätten nun getrennte Zugänge und seien gut vorbereitet.

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