Nacht im Freien

Abgestürzter Soldat hatte nur 28 Grad Körperwärme

Tirol
23.02.2020 13:00

War es ein Unfall oder gibt es ein Fremdverschulden? Die Kriminalpolizei Innsbruck ermittelt nach einem rätselhaften Absturz eines eigentlich ortskundigen Soldaten in ein Bachbett in der Nähe der Kaserne Kranebitten. Der Mann kann in frühestens 14 Tagen befragt werden: Er liegt in der Klinik im künstlichen Tiefschlaf.

Freitagfrüh gegen 8 Uhr entdeckte eine Spaziergängerin im Bereich der Kranebitter Klamm eine leblose Person im ausgetrockneten Bachbett liegend. Sie schlug sofort Alarm. „Der Mann, es handelt sich um einen 34-jährigen Österreicher, wies eine massive Kopfverletzung auf und war nicht ansprechbar“, schildert Chefinspektor Ernst Kranebitter vom Landeskriminalreferat. „Um zu erfahren, was vorgefallen ist, müssten wir mit ihm reden. Das wird aber laut Klinik frühestens in 14 Tagen möglich sein. Der Mann wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Er hatte beim Auffinden nur noch 28 Grad Körpertemperatur.“

Polizei hofft weiterhin auf Zeugen
Der Mann soll gegen 23 Uhr des Vortages zuletzt gesehen worden sein. Er könnte also die ganze Nacht im Bachbett gelegen haben. Die Polizei ersucht deshalb um weitere Zeugenhinweise: „Es könnte sein, dass er mit dem Bus gefahren ist und dann zu Fuß in die Kaserne gehen wollte“, sagt Ermittler Kranebitter. Er hätte am nächsten Tag um 7.30 Uhr seinen Dienst in der Kaserne antreten müssen. Am Tatort wurden ein Schlüssel und ein Feuerzeug gefunden.

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