Dass immer einmal wieder der Bürosegen schief hängt, gehört dazu. Gerade wenn das Team unter großem Druck steht, bleibt nicht immer Zeit für ausreichend Anerkennung und gegenseitigen Meinungsaustausch. Diese Phasen sind noch kein Anlass zur Besorgnis. Belastend fürs Arbeitsklima wird es erst dann, wenn die Zeitspannen mit Krisenstimmung über einen längeren Zeitraum andauern und nicht besser zu werden scheinen. Dann wird es Zeit zu handeln.
Tipp 1 – Ursachenforschung
Versuche herauszufinden, warum es gerade am laufenden Band kracht. Seid ihr nur derzeit nicht auf einer Wellenlänge oder liegen sachliche Differenzen dem Konflikt zugrunde. Ein persönliches Gespräch, in dem du deine Eindrücke sachlich darlegst, kann wahre Wunder wirken.
Tipp 2 – Austausch mit Kollegen
Teile deine Eindrücke mit Kollegen – geht es nur dir so oder kommen auch andere mit dem Chef gerade nur schwer klar? So kannst du schon etwas abgrenzen, ob das Problem nur dich betrifft oder wirklich mehr im Argen liegt. Vielleicht hat dein Chef gerade nur eine persönlich schwierige Phase oder wird durch Firmeninterna belastet. Ist sein Verhalten nur dir gegenüber anders als normal, solltest du in dich gehen: Nimmst du einen Konflikt wahr, den es vielleicht gar nicht gibt, weil du selbst gerade empfindlicher bist? Oder ist dein Chef wirklich anders als normal in seinem Verhalten dir gegenüber?
Tipp 3 – Situationen beobachten
Dein Chef sitzt nun einmal am längeren Ast. Du solltest dir daher die Mühe machen und Verhaltensweisen, die ihn auf die Palme bringen, herausfinden und dann auch unterlassen. Weißt du, dass er Unpünktlichkeit hasst, dann versuche pünktlich zu sein. Legt er Wert auf ordentliche Kleidung, dann verzichte auf Jeans und Schmuddel-T-Shirt. Will er bei Besprechungen davor ein Memo mit den wichtigsten Punkten, dann liefere es ihm.
Tipp 4 – Regelmäßiges Feedback einfordern
Manche Chefs geben ungefragt mehr Feedback, als einem lieb ist, der Großteil jedoch überhaupt nicht. Eine regelmäßige Rückmeldung ist jedoch wichtig, damit du weißt, inwieweit du deine Arbeitsleistung ändern solltest, damit du richtig liegst. Bei vielen Vorgesetzten wird die Bitte um Feedback gerne gehört, da sie dein Interesse und Engagement zum Ausdruck bringt. Umgekehrt kannst du bei Feedback-Gesprächen auch jene Punkte auf den Tisch bringen, die in deinen Augen verbesserungswürdig sind bzw. dich an deinem Chef stören – auf neutrale Weise natürlich.
Tipp 5 – Flexibel sein
Versuche herauszufinden, wie dein Chef behandelt werden will. Das erleichtert dir dein Arbeitsleben ungemein. Dies hat auch mit „einschleimen“ nichts zu tun, es heißt einfach nur, mehr so zu arbeiten, wie dein Chef es will, und weniger so, wie er es nicht will. Versuche, dich in ihn hineinzuversetzen. Warum will er die Dinge so, wie er sie haben will? Wenn du dir die Chef-Brille aufsetzt, erscheint vieles nachvollziehbarer als aus Angestellten-Sicht.
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