"Alles hat perfekt geklappt, besser konnte es nicht laufen", freute sich Paolo Ferri, Leiter für planetare Missionen im ESOC. Die drei Tonnen schwere "Rosetta" hatte sich Lutetia mit einer Geschwindigkeit von 54.000 Kilometern pro Stunde genähert und hat bereits aus 80.000 Kilometern Distanz beeindruckende Bilder (siehe Infobox) geschossen.
Weil der Asteroid nur einen Durchmesser von rund 100 Kilometern hat, gehen die Astronomen davon aus, dass er bisher nur selten mit anderen Himmelskörpern zusammengestoßen und weitgehend unverändert ist. Die Bilder und Daten vom Vorbeiflug sollen Erkenntnisse über die Anfänge des Sonnensystems vor mehr als vier Milliarden Jahren liefern.
Vor knapp zwei Jahren war "Rosetta" bereits am Asteroiden Steins vorbeigeflogen. Das nächste und endgültige Ziel der Sonde ist der Komet Tschurjumow-Gerassimenko, den sie nach Plan am 10. November 2014 erreichen soll. "Wir haben jetzt ein technisch anspruchsvolles Jahr vor uns", berichtete Ferri.
7,1 Milliarden Kilometer lange Reise
Nach einer geplanten Kurs- und Geschwindigkeitskorrektur Anfang 2011 soll die Sonde später für zweieinhalb Jahre komplett abgeschaltet werden, um Strom zu sparen. "Ende 2013, Anfang 2014 wecken wir sie Stück für Stück wieder auf und bereiten sie für die Ankunft am Kometen vor", erläuterte Ferri. Nach ihrer 7,1 Milliarden Kilometer langen Reise soll "Rosetta" auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko in einer spektakulären Mission ein Landemodul absetzen.
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